Terra Sigillata Museum Rheinzabern
Der rätselhafte jungsteinzeitliche Ritualort von Herxheim bei Landau
- Collage Dr. Andrea Zeeb-Lanz
- Foto: Dr. Andrea Zeeb-Lanz
- hochgeladen von Andrea Abt
Rheinzabern. Unter dem Titel „Massenweise Menschenopfer – oder ritueller Kannibalismus?“ berichtet am 22. Januar Archäologin Dr. Andrea Zeeb-Lanz (GDKE Rheinland-Pfalz) über die aktuellen Forschungen zum rätselhaften jungsteinzeitlichen Ritualort von Herxheim bei Landau.
Der mittlerweile wohl in Europa bekannteste Fundort des späten 6. Jahrtausends v. Chr. ist die einzigartige Siedlung mit Doppelgraben von Herxheim. Hier wurden in kurzer Zeit insgesamt wohl mehr als 1000 Menschen getötet, danach zerlegt und ihre Knochen letztlich in kleine Fragmente zerschlagen. Die Schädel der Opfer erhielten eine besondere Behandlung – das Schädeldach wurde sorgfältig herausgearbeitet und als eine Art „Schale“ erhalten.
Zusammen mit den menschlichen Überresten – mehr als 80 000 Knochen, Knochensplitter, Schädel und Schädeldächer – fanden sich zahlreiche andere Artefakte. Vor allem ist die ganz erhebliche Menge hochqualitativer verzierter Keramik zu nennen, die absichtlich zerschlagen wurde. (Text Terra Sigillata Museum)
Termin: 22. Januar 2026, 19.00 Uhr
Ort: Kleines Kulturzentrum Rheinzabern, Hauptstraße 45, 76764 Rheinzabern
Die Veranstaltung ist kostenfrei
Veranstalter: Terra Sigillata Museum Rheinzabern
Homepage: https://www.terra-sigillata-museum.de/
Autor:Andrea Abt aus Jockgrim |
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