Kulturhistorische Führung
Das Leben am und mit dem Rhein
- Foto: A. Abt
- hochgeladen von Emil Weschler
Die kunsthistorische Führung des Förderkreises für Heimat- und Brauchtumspflege Leimersheim hatte das Thema "Der Rhein, Hochwasserschutz, Fischerei und Rheinschifffahrt.
Anhand von Karten konnte man nachvollziehen, wie sich der "wilde Rhein" im Laufe der Jahrhunderte veränderte, nach jedem Hochwasser sein Bett veränderte, Felder und Wiesen wurden überschwemmt, Ernten vernichtet sowie Siedlungen und ganze Dörfer durch die Fluten weggespült. Ständig veränderte sich der Flusslauf. Das wirkte sich auch stark auf den Hochwasserschutz aus. Nach jedem Hochwasser mussten die Dämme wieder hergerichtet oder neu angelegt werden. Mit der Begradigung des Rheins wurde zwischen Knielingen und Leimersheim begonnen. Das löste in manchen Gemeinden viel Ärger aus, weil sich durch die Begradigung die Gemeindegrenzen verschoben. Zum Schutz der Rheinbauarbeiter musste teilweise Militär eingesetzt werden.
Hochwasserschutz ist bis heute ein wichtiges Thema entlang des Rheins. Mit der Erhöhung des Rheindammes und Errichtung von Polderflächen und Bau des neuen Schöpfwerkes bei Leimersheim hat sich die Hochwassersituation entschärft. Neben all den Gefahren und Belastungen der Rheinanwohnergemeinden sorgte der Rhein auch für Beschäftigung der Bürger. So verdienten die Leute als Goldwäscher, Fischer, Schiffer oder Rheinbauarbeiter ihr Geld. Leimersheim galt bis in die letzten Jahre des 20. Jahrhundert als Schiffer- und Fischerdorf. Durch die Industriealisierung orientierten sich die Menschen anderweitig.
Autor:Emil Weschler aus Germersheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.