Familienführung zu Musikautomaten in Film und Kino
Vorhang auf und Film ab

Kinoleinwand mit Photoplayer, Wurlitzer, New York um 1925.
  • Kinoleinwand mit Photoplayer, Wurlitzer, New York um 1925.
  • Foto: Max Trinter
  • hochgeladen von Jessica Bader

Bruchsal. Am Sonntag, 22. September, 14 Uhr, bietet das Deutsche Musikautomaten-Museum im Schloss Bruchsal eine Familienführung mit dem Titel „Vorhang auf und Film ab!“ an.

Ob im Fernsehen oder auf der Kinoleinwand, einen Film ohne Musik kann man sich heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Als wesentlicher Teil des Films sorgt sie für zusätzliche Spannung, unterhält und weckt Gefühle. Was wäre Walt Disneys Dschungelbuch ohne seine mitreißenden Songs wie das Duett mit Balu und Mogli „Probier's doch mal mit Gemütlichkeit“. Was heute jedoch so selbstverständlich ist, war vor 100 Jahren noch eine Sensation. Die frühen Filme waren sehr kurz, dauerten nur wenige Minuten und vor allem waren sie stumm. Ton gab es nämlich noch nicht. Das heißt aber auch, dass es noch keine Filmmusik gab, zumindest nicht so wie wir sie heute kennen. Damals begleiteten mechanische Musikinstrumente, zum Beispiel eine Drehorgel oder ein selbstspielendes Klavier, den Film musikalisch. In den großen Kinosälen der Großstädte wie Berlin musizierte um 1920 sogar ein 80 Mann starkes Orchester zum Film. Allerdings spielte die Musik als dramaturgische Mittel des Films kaum eine Rolle, sie diente vor allem der musikalischen Begleitung. Erst mit dem Tonfilm änderte sich dies.

Silvia Hofheinz entführt die Kinder und ihre erwachsene Begleitung in eine Zeit, in der die Bilder laufen lernten, erläutert auf spielerische Art die frühe Filmmusik und zeigt zum Beispiel, wie spezielle Soundeffekte für den (Stumm-) Film produziert und eingesetzt wurden. Dabei können sich die Kinder aktiv beteiligen. ps

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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