Stadtwerke Bad Dürkheim, Deidesheim und Wachenheim planen Fusion für 2027
- Wenn es um Strom, Wasser und Service vor Ort geht, zählt für viele vor allem: Ansprechstellen bleiben erreichbar.
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Bad Dürkheim. Die Stadtwerke Bad Dürkheim, Deidesheim und Wachenheim wollen sich im Jahr 2027 zusammenschließen. Für die Bevölkerung soll sich im Alltag dabei zunächst nichts ändern. Verträge und Ansprechpersonen bleiben bestehen, auch die Kundenzentren vor Ort bleiben erhalten.
Die drei Unternehmen wollen mit dem Schritt auf wachsende Anforderungen in der Energie- und Wasserwirtschaft reagieren. Die Stadtwerke nennen unter anderem mehr Vorgaben und einen steigenden Strombedarf, etwa durch Wärmepumpen und Elektromobilität. Damit wachsen auch die Anforderungen an Netze, Steuerung und Digitalisierung.
Was sich für Kundinnen und Kunden und Beschäftigte ändern soll
Künftig treten die Stadtwerke unter einem gemeinsamen Namen auf. Für die Beschäftigten sieht die Planung keinen Stellenabbau vor. Die Stadtwerke wollen Aufgaben bündeln, um Teams zu entlasten und die Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken.
Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt aus Bad Dürkheim betont, dass alle drei Stadtwerke zu 100 Prozent kommunal bleiben und weiterhin durch demokratisch gewählte Aufsichtsräte kontrolliert werden. Bürgermeister Torsten Bechtel aus Wachenheim hebt hervor, dass die Kundenzentren in allen drei Orten erhalten bleiben sollen. Bürgermeister Dieter Dörr aus Deidesheim bezeichnet den Zusammenschluss als richtigen Schritt, um die Stadtwerke nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen.
Ortsbürgermeister Stefan Stähly aus Niederkirchen erklärt, die Bündelung von Kompetenzen ermögliche einen gezielteren Ressourceneinsatz und wirtschaftlicheres Arbeiten, ohne die kommunale Kontrolle aus der Hand zu geben.
Aktuell erarbeiten die Beteiligten die rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Grundlagen. Wie die Stadtverwaltung Bad Dürkheim mitteilt, sollen die beteiligten Kommunen künftig entsprechend ihrer Größe an der neuen Gesellschaft beteiligt sein.
Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Dürkheim, sagt, die gemeinsame Strategie sei aus jahrelanger Zusammenarbeit entstanden. Alexander Will, Geschäftsführer der Stadtwerke Deidesheim, erwartet durch stärkere Spezialisierung eine spürbare Entlastung für viele Mitarbeitende und sieht Arbeitsplätze langfristig gesichert. Dieter Panzer, Werkleiter der Stadtwerke Wachenheim, warnt, ohne diesen Schritt steige das Ausfallrisiko langfristig, weil für zentrale Aufgaben immer weniger personelle Ressourcen zur Verfügung stünden.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |