Karl-Heinz Neu lädt zur Wanderung: Statt Gips viel Grips
Mit Kalksteinmauern zur Lebensvielfalt

Zur interessanten und informativen Wanderung durch’s Berntal und zum Felsenberg lud Leistadts SPD Ortsvorsteher Karl-Heinz Neu (vorne). Foto: privat
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Bad Dürkheim – Leistadt: Leistadts Ortsvorsteher Karl-Heinz Neu lud vergangene Woche zur zweistündigen Wanderung durchs Berntal, das "Tal der Superlative", ein und hatte für dieses Erlebnis den sachkundigen Dieter Raudszus als Wegbegleiter gewonnen.
Raudszus, der Ehrenvorsitzende der Pollichia Bad Dürkheim, gelang es denn auch während der Tour den Teilnehmern anschaulich die Eigenarten dieses Naturschutzgebietes vor Augen zu führen, sie wahrzunehmen und die Schutzbedürftigkeit des etwa 60 Hektar großen Areals im Berntal zu verstehen. „Naturschutz bedeutet nicht“, so Raudszus, „nichts zu tun, sondern derart pflegerisch tätig zu werden, dass die Artenvielfalt von Flora und Fauna erhalten bleibt und sogar verbessert wird. Das ist verbunden mit teilweise beschwerlichen Arbeitsschritten". Er verwies dabei auf entbuschte Terassen, deren Stützmauern erneuert werden müssen: „Große Steinquader wurden in den hoch gelegenen Mauerreihen eingebaut und gaben ihnen Stabilität - seit über zweihundert Jahren".
Auf frisch gemähter schmaler Spur führte der Weg an der längsten Kalksteinmauer an der Weinstraße vorbei. An einigen Stellen allerdings ist das Gefüge der Mauern durch „Rutschen“ unterbrochen, an denen Wildscheine ihren Wechsel haben und die Mauern zerstören. Über Stege und eine steinerne flache Furt wechselt auch die Wandergruppe die Seiten vom Schlittgraben. „Wen die Versickerung der oberen Donau bei Tuttlingen beeindruckt, dem wird auch das Trockenfallen des Wasserlaufs im Berntal gefallen". Damit weist er auf die Besonderheit des karstigen Untergrunds hin.
Am Ende des Tals führte der Rundweg eine kurze Steige hinauf an den Rand einer geologischen Besonderheit - den Felsenberg. Hier wird ein Blick in das wertvolle Biotop ermöglicht. Von dort aus lässt sich auch der Verlauf der geplanten Trasse des Neubaus der B271 beschreiben, die im unteren Talbereich das Naturschutzgebiet als Brücke überqueren soll. Interessant dabei: die zeitliche Folge von Straßenneubauplanung und Ausweisung des Naturschutzgebietes. So wurde die zukünftige Trasse bereits im Jahr 1994 festlegt. In der Rechtsverordnung wurde ausdrücklich der Bau der Straße von den Schutzvorschriften des Naturschutzgebietes ausgenommen. Raudszus plädierte in diesem Zusammenhang für einen möglichst nahen Trassenverlauf zu Ungstein, Kallstadt, Leistadt, Weisenheim am Berg sowie. Bobenheim, um eine spürbare Verkehrsentlastung der Dörfer entlang der Haardt zu erreichen.
Die mitwandernden Ortsbeiräte und Stadträte der SPD stimmen dieser Schlussfolgerung zu und vertiefen die Aussprache bei einer Vesper im Weingut Neu. Die kleine Exkursion dokumentierte somit den Stellenwert des Naturschutzes in der Agenda der hiesigen Sozialdemokraten.
uba

Autor:

Udo Barth aus Bad Dürkheim

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