Interview mit Sigrid Ladwig zu ihrem Roman über Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci, ein großer Bewunderer der Natur

Sigrid Ladwig  Fotos
3Bilder

Bad Dürkheim. Zum 500. Todesjahr von Leonardo da Vinci erschien über den berühmten Künstler und Forscher ein Lebensroman mit dem Titel „Selten kehre ich zurück“. Autorin ist die freie Text- und Bildjournalistin Sigrid Ladwig, die für „Die Rheinpfalz“ Artikel in den Bereichen Natur, Umwelt und Kultur verfasst und als Naturpädagogin arbeitet. Wir befragten sie zur Entstehung und Entwicklung ihres Buchs.

Frau Ladwig, wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch über Leonardo da Vinci zu schreiben?

Ladwig: Leonardo begegnete mir zum ersten Mal in meiner Jugend durch einen biografischen Film von Renato Castellani. Dieser Mehrteiler bewirkte, dass ich mich zunehmend mit dem Thema Leonardo beschäftigte. Und dazu gehörte bald, an einem Buch über ihn zu schreiben. In seinem 500. Todesjahr konnte ich es dann veröffentlichen.

Was fasziniert Sie so besonders an diesem Künstler?

Ladwig: Zunächst natürlich seine Malerei und Zeichenkunst, die ja eigentlich nur Teilgebiete seiner vielen Interessen waren. Malerei verstand Leonardo als eine Art von Wissenschaft und doch füllte er sie mit Emotionen und Geheimnissen. Auch seine philosophischen Ausführungen beeindrucken mich, etwa was er inmitten der kriegerischen Wirren seiner Zeit über den Respekt vor allem Leben geschrieben hat. Eine gewisse Tragik sehe ich darin, dass er mit mehreren Projekten nicht erfolgreich war, er musste also auch schwere Niederlagen hinnehmen. Zugleich gehören seine Gemälde zu den berühmtesten Kunstwerken der Welt.

Wie haben Sie für Ihr Buch „Selten kehre ich zurück“ recherchiert?

Ladwig: Zum einen habe ich Sachliteratur durchforstet und natürlich vor allem die Originalzitate von Leonardo. Er kommt im Roman oft selbst zu Wort. Es war mir wichtig, ihn so authentisch wie eben möglich zu zeigen. Reisen an die Orte, wo er gelebt und gearbeitet hat, gehörten deswegen dazu.

Spürt man an diesen Orten noch etwas von jemandem, der vor mehreren Jahrhunderten lebte?

Ladwig: Abgesehen von ausgestellten Werken in Museen findet man in den großen Städten weniger Spuren, es hat sich eben vieles verändert. Eher entdeckt man Zeugnisse abseits des Trubels in ländlichen Regionen wie bei Vinci nahe Florenz oder an der Loire in Frankreich, wo Leonardo seine letzten Lebensjahre verbrachte.

Kann der moderne Mensch noch etwas von Leonardo da Vinci lernen?

Ladwig: Auf jeden Fall. Er war erfüllt von Achtung für die Natur und für ihre vielfältigen Formen und Geschöpfe. Immer wieder bestaunte und beschrieb er die natürlichen Wunder. Er hat sogar dem traurigen Menschen empfohlen, hinaus in die Natur zu gehen und ihre Wohltat zu genießen. Das ist uns leider oft verloren gegangen, aber viele Menschen entdecken ihre Zugehörigkeit und innere Verbindung ja gerade wieder. mps

„Selten kehre ich zurück“ - Ein Roman über Leonardo da Vinci. ISBN 9783948028039, 310 Seiten, 15 Euro. Erschienen im Achter Verlag, erhältlich im Buchhandel.

Autor:

Franz Walter Mappes aus Bad Dürkheim

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