Auf dem Gelände des Schützenvereins im Saubögel
Traditionelles Fischerfest in Wörth

Die Fischzuchtanlage.
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Wörth. Es gibt wieder Fisch-Spezialitäten wie Zanderfilet, Backfisch, Aal, Rotbarschfilet oder sauren Fisch, wenn am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, der Sportfischer- und Fischzuchtverein Wörth auf dem Gelände des Schützenvereins im Saubögel in Wörth sein traditionelles Fischerfest feiert.
Das Fest beginnt am Samstag um 16 Uhr mit der Öffnung des Schankbetriebes, ehe um 17 Uhr die Fischbraterei öffnet. Am Abend ab 19 Uhr werden die Besucher von der One-Man-Band, dem Alleinunterhalter Andre Hartenstein mit Livemusik unterhalten und die Cocktailbar ist geöffnet. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Frühschoppen, bevor bereits ab 11 Uhr wieder die Fischbraterei geöffnet ist und ab 12 Uhr auch Kaffee und Kuchen angeboten wird.
Heute spricht niemand außer den alteingesessenen Wörthern noch vom Fischerdorf, aber die verschiedenen Gewässer Altrhein, Altwasser, Hörnel Altrhein, die Gemeindelöcher, das Hafengebiet und die Baggerseen Rathjens und Schauffele gibt es noch. Seit 1922 sorgt der Fischzuchtverein Wörth dafür, dass dort die Fischfauna besonders gut gedeiht. Er bietet also nicht nur leidenschaftlichen Anglern ein Hobby, sondern sorgt auch für den Bestand und Schutz der heimischen Fischarten.
In drei Zuchtteichen werden in der Vereinsanlage im Saubögel überwiegend Schuppen- und Spiegelkarpfen sowie Karauschen gezüchtet. Aber auch geschützte Kleinfischarten fühlen sich hier wohl. „Da die Aalbestände wieder stark rückläufig sind, hat sich der Verein dazu entschlossen, weitere Jung-Aale aufzukaufen, sie in den Gewässern von Wörth einzusetzen, damit sie nicht in chinesischen Küchen landen“, sagt Vorsitzender Thomas Wüst.
Aus der eigenen Zuchtanlage wurden im Winter Karpfen, Karauschen, Schleien und Rotaugen in die gepachteten Gewässer eingesetzt, junge Zander wurden gekauft und ebenfalls eingesetzt.
Auch in diesem Jahr bereitet die Vereinsanlage aufgrund der langen Trockenheit wieder einige Sorgen. Man muss aufpassen, dass das Wasser nicht umkippt und die Fische sterben. Deshalb ist ein ständiges Beobachten angesagt, und es wurde bereits Sauerstoff zugeführt. Letztes Jahr musste aufgrund der Trockenheit sogar die Feuerwehr gerufen werden. Um das alles realisieren zu können, benötigt der Verein aber auch viel Engagement und zusätzliche Einnahmen. „Von den Mitgliedsbeiträgen allein können wir nicht alle Aufgaben und Investitionen bestreiten. Deshalb hat sich die Vorstandschaft auch in diesem Jahr auf das Fischerfest gut vorbereitet und freut sich auf zahlreiche Besucher“ - so der Vorsitzende.
Neben Fischspezialitäten wie Zanderfilet, Backfisch, Aal, Rotbarschfilet, saurem Fisch und Calamari werden beim Fischerfest auch Echt-Lachs-Brötchen, Flammkuchen und Bratwurst angeboten. Eine Cocktail-Bar und eine Hüpfburg für Kinder an den beiden Tagen, sowie Kaffee mit selbst gebackenem Kuchen am Sonntagnachmittag, bereichern das Angebot. ps

Die Fischzuchtanlage.
Vorsitzender Thomas Wüst und ein gut gewachsenen Spiegelkarpfen aus eigener Zucht.
Autor:

Stefan Endlich aus Wörth am Rhein

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