Grün-Weiss Mannheim bleibt Tabellenführer / Robin Kern im Gespräch
„Das Beste, was mir passieren konnte“

Schon seit sechs Jahren ein angriffsfreudiges grünweisses Kämpferherz: Robin Kern.  foto: GABY Kunz
  • Schon seit sechs Jahren ein angriffsfreudiges grünweisses Kämpferherz: Robin Kern. foto: GABY Kunz
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Tennis. Eigentlich war alles klar: Grün-Weiss Teamchef Gerald Marzenell wollte mit der erfolgreichen Besetzung der ersten drei Spieltage gegen den Lokalrivalen fläsh TC Weinheim 1902 starten.

Doch als am Neckarplatt am Sonntagmorgen um elf Uhr zum ersten Aufschlag gebeten wurde saßen die beiden Mannheimer Top 1 und Top 2 Spieler, Tobias Kamke und Pedro Martinez, immer noch am Hamburger Flughafen fest. Verzögerungen beim Abflug nach Frankfurt verhinderten ihren Einsatz. So zauberte Marzenell eben Plan B aus der Tasche und freute sich am Ende des Tages über das 3:3 gegen den Rivalen von der Bergstraße. „Wir haben dann eben Jeremy Jahn auf die Position 1 gesetzt, Manuel Pena Lopez auf die zwei und Robin Kern auf drei, anders war es nicht zu machen,“ so Marzenell über die gelungene Improvisation. 2:2 in den Einzeln, 1:1 in den Doppeln trennte man sich leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Der Titelverteidiger Grün-Weiss Mannheim steht mit 7:1 Punkten auch nach vier Spieltagen an der Tabellenspitze der Deutschen Tennis-Bundesliga. Für Marzenell nicht verwunderlich: „Von den letzten 24 Bundesligaspielen haben wir nur eins verloren, 2017 am letzten Spieltag in Halle. Seither sind wir ungeschlagen. Die Gegner haben Respekt vor uns. Unser zweiter Anzug sitzt sehr gut, egal wer spielt , wir sind gut,“ so die ungewohnt selbstbewusste Aussage des langjährigen Teamchefs. Einer aus dem starken zweiten Anzug ist Robin Kern. Der gebürtige Nürnberger, seit sechs Jahren in Mannheim, lieferte sich ein ganz starkes Duell gegen seinen Kontrahenten Luca Vanni. 7:3 führte Robin Kern schon im sogenannten Champions-Tiebreak, hatte das „Ding“ fast in der Tasche. Doch am Ende gewann der Italiener mit 10:8 und war der glückliche Gewinner in einem hart umkämpften Spiel.
???: Trotz Niederlage – war das genau dein Spiel?
Robin Kern: Ja, das war es in jedem Fall. Ich habe versucht ganz konsequent meine Stärken auszuspielen, gehe dabei natürlich auch mal ins Risiko, dabei passieren auch mal Fehler. Aber ich möchte, dass der Gegner meine Entschlossenheit spürt.
???: Bei 7:3 im Tiebreak ist der Faden gerissen - wie erklärst du dir das?
Kern: Das ist nicht so einfach zu erklären. Wenn du vorne liegst, dann machst du dir unterbewusst auch Druck. Der Gegner wird stärker, du wirst nervös. Plötzlich denkst du zuviel.
???: Wie sehr konzentriert man sich auf sich selbst während eines Spiels und wie sehr auf den Gegner?
Kern: Auf sich zu schauen hat sicherlich erste Priorität. Wenn ich mein Spiel machen kann, dann wird es schwer für den Gegner. Aber man schaut natürlich auch auf seine Schwächen, versucht Spielzüge zu erkennen, die er nicht mag. Es sind oftmals die Kleinigkeiten.
???: Was ist deine größte Stärke im Spiel? Wo möchtest du dich noch verbessern?
Kern: Meine große Stärke ist meine aggressive Spielweise und meine Wucht in den Grundschlägen. Besser und konstanter werden muss mein Return. Mal ist er sehr gut, mal eher nicht..
???: Was sagst du zu eurem Saisonstart und wie beurteilst du eure Chancen für den Rest der Runde?
Kern: Zu Beginn der Spielzeit hätte ich nicht gedacht, das wir so dastehen nach vier Spieltagen. 7:1 ist natürlich traumhaft. Jetzt können wir locker aufspielen. Die nächsten Spiele sind wir Außenseiter, da liegt der ganze Druck beim Gegner. Die Liga ist sehr eng, da kann noch viel passieren.
???: Was macht euren Teamchef Gerald Marzenell aus?
Kern: Ich kenne kaum jemanden, der so gut mit Menschen umgehen kann wie Gerald. Er kennt sich gut aus im Sport, er kann gut organisieren und er ist immer positiv. Wie er die Mannschaft zusammenstellt, wie er sie führt, das ist großartig. Die Atmosphäre innerhalb des Teams, die Charaktere. Das ist sein Verdienst. Ich bin jetzt sechs Jahre hier. Wir hatten jedes Jahr ein tolle Mannschaft. Die Kohle ist sicherlich nicht der wesentliche Grund warum die Spieler so gerne nach Mannheim kommen. Ich bin schon viel herumgekommen, aber hierherzukommen ist das Beste, was mir passieren konnte. pete
Info:

Nächstes Heimspiel Grün-Weiss Mannheim: Sonntag, 4. August, 11 Uhr gegen Kurhaus Lambertz Aachen.

Autor:

Peter Engelhardt aus Mannheim

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