Ralf Hechler erneut zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach ernannt

Umlage senken, das Freibad Azur retten und viele Bauprojekte an Schulen: Verbandsgemeindebürgermeister Ralf Hechler hat viel vor in seiner kommenden Amtszeit. 
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Von Cynthia Schröer
Ramstein-Miesenbach. Jetzt ist es amtlich: Ralf Hechler bleibt Bürgermeister der Verbandsgemeinde. In der Feuerwache Ramstein-Miesenbach wurde er kürzlich für eine weitere Amtszeit ernannt. An dem Abend wurde deutlich, warum er manchmal Selbstgespräche zu führen scheint und welche großen Projekte er in der Verbandsgemeinde realisieren will.
So viele Menschen besuchen selten eine Sitzung des Verbandsgemeinderats. Der Grund für den großen Besucheransturm: An diesem Abend stand Hechlers Ernennung als Top 5 am Ende der Tagesordnung. Schon beim vierten Punkt füllte sich nach und nach der Saal in der Feuerwache. In diesem war man ausgewichen, weil der Ratssaal für die vielen Gäste zu klein gewesen wäre.

Ein so großes Publikum tummelt sich selten bei einer Sitzung des Verbandsgemeinderats. 
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Vertreter der Schulen, der Polizei Landstuhl, der Luftwaffe, der Verwaltung sowie Orts- und Verbandsgemeinde-Bürgermeister saßen im Publikum, als der erste Beigeordnete Marcus Klein zu seiner Rede ansetzte. Und dafür hatte er fleißig recherchiert. 2010 war Hechler zum ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde gewählt worden, berichtete Klein. Hechler habe die Verwaltung mit Herzblut geführt – und mit „atemberaubender Geschwindigkeit“. Schnell sei er vor allem in der Kommunikation. Deshalb diktiere der Verbandsgemeindechef auch Whatsapp-Nachrichten. „Im Nachbarbüro dachte ich, der Mann führt Selbstgespräche“, gab Klein Einblick in seinen Arbeitsalltag mit Hechler.

Knapp 6.500 Dienstmails an den Beigeordneten

Nahezu rund um die Uhr sei dieser im Dienst. Sage und schreibe 6.459 Dienstmails habe Klein in den vergangenen acht Jahren von Hechler erhalten. Doch nicht nur Schnelligkeit zeichne Hechler aus. Klein hob auch Hechlers „erschreckend gutes“ Gedächtnis in seiner Ansprache hervor.
Landrat Ralf Leßmeister konnte am Rednerpult ein Lied davon singen, wie schnell Hechler in vielen Dingen ist. „Sie glauben nicht, wie schnell der Mann ein Schnitzel-Sandwich verdrückt“, sagte Leßmeister in gleichermaßen erstauntem und bewunderndem Ton.
Einen harten Wahlkampf hatte Hechler im vergangenen Jahr freilich nicht geführt, schließlich war er der einzige Kandidat für das Amt. Dennoch: Eine Stimmenmehrheit von 91,6 Prozent kann sich sehen lassen.

Bei seiner ersten Ernennung zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde  vor acht Jahren hat Ralf Hechler eine schwarze Fliege geschenkt bekommen. Sie war bei seiner zweiten Ernennung symbolischer Teil seines Outfits. | Foto: Cynthia Schröer
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Alle Ortsgemeinden haben ausgeglichene Haushalte

In den vergangenen acht Jahren habe sich viel bewegt, resümierte der frisch ernannte Bürgermeister. Die Verbandsgemeinde sei finanziell gesund, alle Ortsgemeinde könnten ausgeglichene Haushalte vorweisen und man können die VG-Umlage erneut um zwei Punkte auf nunmehr 32 Prozentpunkte senken. Dies verschaffe den vier Ortsgemeinden und der Stadt trotz Anhebung der Umlage auf Kreisebene einen zusätzlichen finanziellen Verfügungsrahmen von rund 200.000 Euro.
An größeren Projekten in den kommenden Jahren nannte Hechler die Erweiterung der Grundschule Steinwenden, die energetische Sanierung der Realschule plus und des Rathauses, Ausbau und Sanierung der Feuerwache in Ramstein, die auch eine Atemschutzübungsstätte für den Landkreis erhalten soll, sowie ein möglicher Neubau der Wendelinus-Grundschule im Bereich der weiterführenden Schulen RS plus und Reichswald-Gymnasium. Mit Stadion und Freizeitbad Azur könne man so einen „Bildungscampus“ etablieren.

Bei Sanierung des Freibads muss das Land helfen

Für die Sanierung des Azurs warte die Verbandsgemeinde seit einigen Jahren auf finanzielle Zusagen des Landes und Bundes. Inzwischen sei ein „Plan B“ erarbeitet worden, der einen deutlich kleineren Neubau vorsieht. Ziel sei, das Bad für die Verbandsgemeinde zu erhalten.
Lauf Hechler haben alle fünf verbandsangehörigen Gemeinden der Übertragung der kommunalen Wärmeplanung auf die Verbandsgemeinde zugestimmt. Damit könne die Verbandsgemeinde auf der Grundlage der lokalen Gegebenheiten die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. So werde zurzeit durch eine Tiefenbohrung im Bereich der Feuerwache in Ramstein geprüft, ob im südlichen Randbereich der Stadt ein Nahwärmenetz errichtet werden kann.

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Cynthia Schröer aus Landstuhl

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