Langanhaltendes trockenes Wetter mit Folgen - auch in Karlsruhe
Astbruch: Wege in der Karlsruher Waldstadt sind gesperrt

Viele Verbindungswege in der Waldstadt sind aktuell gesperrt foto: JOW
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Karlsruhe. „Die Bäume werden nicht aus wirtschaftlichen Gründen gefällt“: Die Schilder in der Waldstadt sind eindeutig, denn die Begründung wird gleich mitgeliefert, was viele Bürger schon vermutet haben – denn das heiße und trockene Jahr 2018 habe viele Bäume geschwächt.

„Besonders die Kiefern haben nicht mehr genügend Abwehrkräfte, um sich gegen den Diplodia-Pilz zu wehren.“ Folge: Sie bekommen braune Nadeln, werden dürr – und sterben ab.
Dass aber zum Beispiel großflächig ganze Wegeverbindungen zwischen den Straßen seit geraumer Zeit gesperrt sind, Teile der Waldstadt so etwas abgehängt sind, irritiert Bürger auf der anderen Seite dann doch etwas.
„Aus Verkehrssicherungsgründen mussten wir absperren“, erläutert Klaus Weindel, Stellvertreter Leiter des Gartenbauamts: „Der Baumbestand, insbesondere Buchen und Kiefern, ist aufgrund Schädlingsbefall stark betroffen – und es besteht Astbruch-Gefahr.“ Und das kann eben lebensgefährlich sein!

Sperrungen dauern an
Wie lange gesperrt wird, steht noch nicht fest, denn die Menge an betroffenen Bäumen sei immens. „Es könnten rund 800 sein“, so Weindel: Jetzt geht es zunächst darum, in der gesamten Stadt Schäden zu erfassen und Stück für Stück vorzugehen. Erst werden entlang der Straßen betroffene Bäume gefällt, ab August ist dann wohl die Waldstadt dran.
Dass aus der „Waldstadt“ aber eine „Nicht-Wald-Stadt“ werde, sei keine Frage, schließlich sei die Waldstadt geprägt von einem alten Baumbestand, so Weindel: „Wir wollen möglichst viele Bäume erhalten, das muss aber geprüft werden. Wir wollen auch wieder Gehölze nachpflanzen – müssen uns aber Gedanken machen, welche Baumarten dann die richtigen sind.“ Es werden dann möglichst hitze- und trockentolerante Baumarten (unter anderem Eichen) gepflanzt. „In den Überlegungen ist dabei eine gemischtere Bepflanzung mit mehr Baumarten“, erläutert Weindel. jow

Infos: www.karlsruhe.de

Autor:

Jo Wagner

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