#de.mocraZy-Projekt der KulturRegion Karlsruhe in Waghäusel vorgestellt
Jugendliche fragen sich: Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus?

Dario erläutert Oberbürgemeister Walter Heiler die Ideen hinter dem Bild seiner Gruppe. Fragmente der Erde sind in 100 Jahren Lebensraum, schwebend im All, durch Brücken verbunden.
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  • Dario erläutert Oberbürgemeister Walter Heiler die Ideen hinter dem Bild seiner Gruppe. Fragmente der Erde sind in 100 Jahren Lebensraum, schwebend im All, durch Brücken verbunden.
  • Foto: Heike Schwitalla
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Waghäusel. Das Thema, wie wir in Zukunft leben möchten oder müssen, wird in allen Bereichen der Gesellschaft intensiv diskutiert, auch das Kulturforum Karlsruhe hat sich dieser Frage gestellt und die Antworten den Schülern in der Region überlassen.

Im Projekt #de.mocraZy waren sie aufgerufen, Poster zum Thema „Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus?“ zu gestalten. Rund 800 Ergebnisse sind dabei im gesamten Einzugsgebiet der KulturRegion herausgekommen – von Baden-Baden über Rastatt bis hin nach Karlsruhe und Bruchsal und Waghäusel. Dabei reichte die Bandbreite der Antworten von globalen Umweltproblemen wie die Klimaerwärmung über den Beitrag jedes Einzelnen von uns zu einer lebenswerten und friedlichen Zukunft bis hin zum Thema, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben wollen.
In Waghäusel haben sich Schüler der Klassen 5, 6 und 7 der Gemeinschaftsschule Waghäusel Gedanken gemacht, wie die Welt und unser Zusammenleben in 100 Jahren aussehen könnte, und ihre Ideen ebenfalls auf Poster gemalt. „Da lebe ich doch gar nicht mehr“ oder „Wie soll ich das denn wissen“ seien die ersten Reaktionen auf die Fragestellung gewesen, berichteten Schüler und Lehrer einmütig, dann habe man sich mit dem Thema näher befasst, sich mit Zukunftsvisionen aus der heutigen Zeit beschäftigt und eigene Ideen entwickelt.

OB freut sich über den Einsatz der Jugendlichen

So sind viele positive aber auch pessimistische und kritische Gedanken entstanden, die die Schüler in Gruppenarbeit auf Papier und dann auf die Poster brachten. Fliegende Häuser, die Erde zersprengt in bewohnte Einzelteile, Maschinen, Technik aber auch viel Grün und Visionen von Frieden und Toleranz spiegeln sich in den Werken der Schüler wieder. Oberbürgermeister Walter Heiler dankte den Jugendlichen für ihre Einsatz. „Gerade jetzt ist das Erinnern an die Demokratie wichtig. Ich danke Euch für Eure tollen Bilder und ich bitte Euch, Euch weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Denn Ihr habt das Glück, in einer Demokratie aufwachsen zu können, dafür, dass zu erhalten, müsst Ihr Euch immer einbringen, zur Not auch dafür kämpfen. Und diese Bilder sind ein erster Schritt.“

Die Bilder kämen ins Waghäuseler Stadtarchiv, damit man sie sich in 100 Jahren noch anschauen und vergleichen kann, was von den Ideen denn wirklich eingetreten sei, so der Oberbürgermeister weiter.
Am 14. September wurde die Ausstellung in einer zentralen Festveranstaltung in Karlsruhe, wie auch im Rathaus Waghäusel im Rahmen einer Vernissage feierlich eröffnet. Dort gab es dann gleich noch gute Nachrichten für drei der Waghäuseler Schüler: Dario, Tony und Jeremy haben mit ihrem Poster einen Preis gewonnen, der an 20 ausgewählte Kunstwerke ging. Was der Gewinn ist, ist noch nicht bekannt, aber Oberbürgermeister Walter Heiler hatte für alle Schüler schonmal Freikarten fürs Hallenbad dabei, als kleine Belohnung für ihr Engagement.
Vom Tag der Demokratie an – dem 15. September – werden sie im öffentlichen Raum, wie im Rathaus der Großen Kreisstadt Waghäusel, für drei Wochen ausgestellt und sollen so auch den erwachsenen Betrachtern Denkanstöße geben und zu Diskussionen anregen.

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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