Caritas Speyer in Krisenzeiten: Neuer Direktor will optimistisch anpacken
- Holger Maar ist ab 1. März neuer Caritasdirektor beim Caritasverband für
die Diözese Speyer - Foto: Holger Maar/privat
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Speyer. “Ich freue mich auf die neue Herausforderung und bin gespannt auf die Menschen der Caritas – sowohl auf die Mitarbeitenden als auch auf die Kundinnen und Kunden, die die Angebote der Caritas in Anspruch nehmen.“ Holger Maar, 52, wird zum 1. März neuer Caritasdirektor des Caritasverbandes für die Diözese Speyer. Er tritt damit die Nachfolge von Vinzenz du Bellier an, der zum 31. September in den Ruhestand gegangen ist.
Betriebswirt Holger Maar wechselt aus der freien Wirtschaft in die Wohlfahrtspflege. Gemeinsam mit der Caritasvorsitzenden Barbara Aßmann bildet Maar den neuen Vorstand und ergänzt somit die Doppelspitze. Der Interimsvorsitzende Markus Bennemann von der Beratungsfirma TMC Turnaround Management Consult bleibt vorerst im Amt, so dass es eine gemeinsame Übergangsphase geben wird.
Maar kommt ursprünglich aus Bayern. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann hat er an der Universität Mannheim Betriebswirtschaft studiert und später an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg noch einen Master of Health and Business Administration draufgesattelt. Er war bisher überwiegend in Unternehmen mit dem Schwerpunkt Medizintechnik beschäftigt.
„Es ist eine Sache, sich mit Zahlen und Fakten zu beschäftigen und ein Unternehmen auf wirtschaftlich gesunde Füße zu stellen. Alleine das finde ich schon spannend. Bei der Caritas kommt noch der soziale Aspekt dazu“, beschreibt er, was ihn antreibt. „Ich möchte etwas Sinnstiftendes tun. Die Caritas ist da für Menschen, die Unterstützung brauchen. Ich freue mich darauf, mich da einzubringen.“
Holger Maar ist sich der Situation des Caritasverbandes bewusst. „Derzeit befindet sich der Verband in einer wirtschaftlichen Krise. Ich weiß das und habe in den vergangenen Monaten schon einen Einblick in das Zahlenwerk bekommen. Ich bin optimistisch, dass wir es mittelfristig bewältigen werden, aus den roten Zahlen zu kommen“, blickt er optimistisch in die Zukunft. Und ergänzt: „Mir ist klar, dass in einer Krisensituation viel Spannung unter den Mitarbeitenden herrscht. “ Er hofft darauf, dass die 3500 Mitarbeitenden ihm mit Offenheit begegnen, denn Wertschätzung und eine offene Kommunikation seien ihm wichtig.
„Ich werde ein guter Zuhörer sein“, verspricht er. Holger Maar ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie an der Bergstraße.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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