Stationen des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses ziehen um
„Tschüß dann, bis drüben!“

Vorübergehender Abschied beim Auszug aus der Station 20 in der Spitalgasse.
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Vorübergehender Abschied beim Auszug aus der Station 20 in der Spitalgasse. (Foto: ps)

Speyer. Bei laufendem Betrieb sind in dieser Woche die letzten beiden Stationen des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses aus der Spitalgasse an den Standort Paul-Egell-Straße umgezogen. Büros und die Schmerztagesklinik verbleiben noch einige Zeit im „Stift“, die endgültige Zusammenlegung der beiden Krankenhausstandorte im Haupthaus rückt näher. Über ein Jahr hat ein Team aus Pflege, Ärzten, Technik und Geschäftsführung den Umzug vorbereitet. Vier schwer kranke Patienten der Palliativstation haben am 11. September den Anfang gemacht: Sie wurden mit Rettungswägen des DRK auf die neue Station gebracht, die wie die vorherige neben sieben Patientenzimmern auch ein Wohnzimmer und einen Raum der Stille umfasst. „Die Kunst im Raum der Stille wird wieder so installiert wie am alten Standort“, weist Stationsleiter Volker Gmelch darauf hin, dass neben dem genau geplanten Patiententransport auch zahlreiche weitere Details bedacht werden müssen. Die Bedeutung einer genauen Planung zeigte sich vor allem zwei Tage später, als am 13. September die geriatrische Station umzog. „Wir haben in der laufenden Woche schon Patienten im Haupthaus aufgenommen und einige, die zur Untersuchung dorthin mussten, sind bereits auf der neuen Station eingezogen“, unterstreicht Chefarzt Dr. Nikolai Wezler die gute Vorplanung. Immerhin 15 Patienten ziehen am Umzugstag noch vom „Stift“ ins „Diak“, darunter auch Patienten, die mit Sauerstoff versorgt werden.

Reibungslose Zusammenarbeit mit dem DRK

Für den reibungslosen Transport durch drei Teams des DRK hat Geriatrie-Koordinatorin Andrea Niemeyer gesorgt: Jeder Patient erhält eine Karte, auf der die neue Zimmernummer ebenso vermerkt ist wie Besonderheiten zu Erkrankung und Ernährung sowie die Anzahl der Gepäckstücke, die mitfahren. Bereits am Vortag ist das DRK darüber informiert worden, welche Patienten mit welchen Erkrankungen transportiert werden sollen, dennoch erfolgt eine enge Absprache am Umzugstag selbst. „Außerdem rufe ich die Kollegen auf der neuen Station an, wenn sich ein Transport auf den Weg macht“, betont Andrea Niemeyer: Nichts wird dem Zufall überlassen. „Die Zusammenarbeit mit dem DRK funktionierte reibungslos und ohne unsere großartigen Mitarbeiter wäre der Umzug nicht so problemlos vonstattengegangen“, fasst Geschäftsführer Jonas Sewing zusammen. Neben aller Konzentration auf die optimale Versorgung der Patienten während des Umzugs sind die Mitarbeitenden auch etwas wehmütig: Sie freue sich auf die moderne, helle Station im 5. Stock der Egell-Straße, betont etwa Pflegerin Renate Knoch und ruft einem Patienten ein „Tschüß dann, bis drüben“ nach. „Aber nach über 30 Jahren Dienst in der Spitalgasse fällt mir der Umzug schwer“, sagt sie mit Tränen in den Augen. Ähnlich geht es den Mitarbeitenden, die erst seit wenigen Jahren dort arbeiten, auch junge Assistenzärzte machen Erinnerungsfotos mit ihren Handys. „Bei aller Wehmut freuen wir uns aber auf die neue Station“, sagt Chefarzt Dr. Wezler: Die neuen Räume verfügen über modernste Technik und Einrichtung und für Patienten, Angehörige und Mitarbeitende bedeutet der neue Standort kürzere Wege und geringere Wartezeiten. ps

Vorübergehender Abschied beim Auszug aus der Station 20 in der Spitalgasse.
Willkommensgruß beim Einzug auf der Station 5A in der Paul-Egell-Straße.

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