Speyers Innenstadt bekommt Fördergeld: So geht es mit „Kernstadt Mitte“ weiter
- Die Innenstadt soll mit Fördermitteln langfristig umgestaltet werden. Bald startet dafür die Untersuchung im Gebiet „Kernstadt Mitte“.
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Speyer. Die Speyerer Innenstadt rückt in den Fokus eines großen Förderprogramms. Das Gebiet „Kernstadt Mitte“ hat einen Platz im Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ bekommen. Damit kann Speyer die weitere Entwicklung der Innenstadt langfristig mit Fördermitteln vorantreiben.
Die Stadt will Klimaschutz, Klimaanpassung, Städtebau, Freiraum und Denkmalschutz gemeinsam betrachten.
Untersuchungsgebiet soll im August empfohlen werden
Als nächstes legt Speyer das Untersuchungsgebiet fest und startet die Vorbereitenden Untersuchungen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr soll dazu eine Empfehlung abgeben. Danach soll der Stadtrat abschließend entscheiden.
Das vorgesehene Untersuchungsgebiet umfasst weite Teile der Innenstadt. Es reicht im Westen bis zum Postplatz, im Osten bis zum Rheinufer sowie im Norden bis in den Bereich Eurichsgasse, Wormser Straße und Eselsdamm. Im Süden reicht es bis zur B 39, zum Festplatz und in den Bereich Große Pfaffengasse/Stiftungskrankenhaus.
In den Vorbereitenden Untersuchungen prüft die Stadt die städtebaulichen, funktionalen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Strukturen. Sie arbeitet dabei auch Potenziale, Entwicklungsbedarfe und konkrete Handlungserfordernisse heraus.
Auf dieser Basis erarbeitet Speyer anschließend ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Darin bündelt die Stadt Entwicklungsziele und Maßnahmen zu einer Gesamtstrategie. Dazu gehören unter anderem Städtebau, Klimaschutz und Klimaanpassung, Mobilität, Freiraumplanung, Denkmalschutz und soziale Infrastruktur.
Die Stadt plant außerdem eine frühzeitige und kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger sowie weitere relevante Akteure sollen ihre Kenntnisse, Bedarfe und Ideen einbringen können. Die konkreten Formate entwickelt Speyer im Verlauf der Vorbereitenden Untersuchungen und des ISEK und stellt sie den politischen Gremien vor.
Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler nennt die Programmaufnahme eine wichtige Chance für die Innenstadt. Sie sagt: „Die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm ist eine wichtige Chance für die weitere Entwicklung unserer Innenstadt. Sie ermöglicht es uns, notwendige Maßnahmen langfristig und strategisch anzugehen und dabei insbesondere die Themen Klimaschutz, Klimaanpassung, Mobilität und Aufenthaltsqualität in den Blick zu nehmen“.
Bis zu 31 Millionen Euro über zehn Jahre geplant
Parallel zum Beschlussverfahren holt die Stadt Angebote geeigneter Fachbüros ein. Diese sollen die Vorbereitenden Untersuchungen durchführen und das ISEK erarbeiten. Nach der Beschlussfassung will Speyer die Vergabe vorbereiten und das ausgewählte Fachbüro zeitnah den zuständigen Gremien vorstellen.
Für die Gesamtmaßnahme sieht die Antragstellung einen Umfang von bis zu 31 Millionen Euro über zehn Jahre vor. Die Förderung erfolgt mit einem Fördersatz von 90 Prozent. Für erste planerische Maßnahmen stellt das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2026 Fördermittel in Höhe von 300.000 Euro bereit. Die Stadt Speyer hat dafür bereits einen Antrag auf Abrufung der Mittel bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion eingereicht.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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