Ministertreffen in Speyer: So geht es bei MANN+HUMMEL, TE und Galeria weiter
- In Speyer geht es für viele Familien um die Frage, wie sicher Jobs bei großen Betrieben bleiben.
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Speyer. Wie geht es mit großen Arbeitgebern in Speyer weiter? Am Montagabend haben sich Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Wirtschaftsminister Michael Ebling in der Stadt mit Betriebsräten von MANN+HUMMEL, TE Connectivity und Galeria ausgetauscht. Auch Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler nahm an dem Gespräch teil.
Im Mittelpunkt standen Berichte der Arbeitnehmervertretungen zur Lage an den drei Standorten. Bei MANN+HUMMEL geht es um die Ankündigung, den Standort in der Brunckstraße bis Ende 2028 aufzugeben. Rund 600 Beschäftigte betrifft das.
Bei TE Connectivity kündigte das Unternehmen an, die Produktion in der Siemensstraße schrittweise bis Ende 2028 einzustellen. Rund 630 Arbeitsplätze in der Produktion entfallen. Rund 140 Stellen in Engineering und Verwaltung sollen erhalten bleiben.
Verhandlungen sollen starten, Austausch läuft weiter
Bei MANN+HUMMEL und TE Connectivity sollen in den kommenden Monaten die Verhandlungen beginnen. Aktuell fordern die Arbeitnehmervertretungen nach Angaben aus dem Termin vorbereitend Informationen von den Unternehmensleitungen ein.
Bei Galeria steht der Speyerer Standort laut Unternehmensmitteilung vom Dienstag, 22. Juli, auf einer Liste von Filialen, für die der Konzern Mietkonditionen nachverhandelt. Das Unternehmen kündigte zunächst Gespräche mit den jeweiligen Vermietern an den Standorten sowie ein Gespräch mit den Städten an.
Die Stadtverwaltung Speyer steht nach eigenen Angaben im regelmäßigen Austausch mit Unternehmensvertretungen und Betriebsräten. Sie will so möglichst die Standorte sichern und Arbeitsplätze sowie die lokale Wirtschaftskraft erhalten. Seiler hatte bereits im Mai einen Runden Tisch mit Betriebsräten, Gewerkschaften und Arbeitgeberseite sowie der Industrie- und Handelskammer der Pfalz und Abgeordneten aus Landtag und Bundestag einberufen.
Der Stadtrat verabschiedete am Mittwoch, 25. Juni, einstimmig eine Resolution zur Unterstützung der Belegschaften. Für Freitag, 29. August, kündigten Beschäftigte einen Aktionstag an. Die Stadt unterstützt ihn.
„Die Beschäftigten der drei Betriebe haben unsere volle Solidarität. Sie tragen die Folgen von Entscheidungen, die sie nicht zu verantworten haben – das haben die Unternehmen selbst ausdrücklich festgehalten. Die Stadt Speyer steht an ihrer Seite, und ich bin dankbar, dass die Arbeitsministerin und der Wirtschaftsminister deutlich gemacht haben, dass sie das ebenso sehen. Solange verhandelt wird, ist nichts entschieden. Deshalb unterstützen wir als Stadt und Stadtgesellschaft den Erhalt der Standorte mit ganzer Kraft", teilt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler nach dem Termin mit.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, steht auch die Landesregierung in der Sache im engen Austausch mit der Stadt und bat die Unternehmensleitungen bereits zu einem Gespräch. Vereinbart wurde zudem, den Austausch mit beiden Ministerien fortzusetzen, sobald sich der Stand in den Betrieben verändert.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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