100 Jahre Caritasverband in der Diözese Speyer
100 Jahre "Anwalt für Menschen in Not"

Der Caritasverband für die Diözese Speyer feiert 100-jähriges Bestehen
  • Der Caritasverband für die Diözese Speyer feiert 100-jähriges Bestehen
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Speyer. 1897 gründete Lorenz Werthmann in Köln den Caritasverband für das katholische Deutschland, 1920 kam die Idee, auf die sozialen Nöte und das Elend jener Zeit eine angemessene Antwort zu geben, auch ins Bistum Speyer. 2020 soll dementsprechend der 100. Geburtstag des Caritasverbands für die Diözese Speyer groß gefeiert werden.
Am eigentlichen Geburtstag, der Gründungstag ist der 28. Dezember, ist jedoch kein Programm geplant. "Warum damals dieses ungewöhnliche Datum so kurz nach Weihnachten gewählt wurde, können wir heute nicht mehr nachvollziehen", sagt Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer. "Aber an dem Tag in den Ferien wollen wir nicht feiern, wir wollen die Menschen ja nicht aus ihrem wohlverdienten Urlaub holen."
So wird es denn am bundesweiten Caritastag, dem 20. September, einen zentralen Festakt mit Ehrengästen aus Kirche und Politik im Dom und im Historischen Ratssaal Speyer geben. Am Ehrenamtstag, dem 7. November, wird mit den ehrenamtlichen Helfer, ohne die die vielen Angebote der Caritas überhaupt nicht denkbar wären, gefeiert. Am Namenstag der Heiligen Elisabeth, der Patronin des Caritasverbandes, wird es ein Festessen in allen Einrichtungen der Caritas geben. Dazu kommen noch verschiedene kleinere Events und Fachveranstaltungen.
Heute habe die Caritas in der Diözese, so berichtet Hundemer, 3.400 Mitarbeiter, acht regionale Beratungszentren und 35 Einrichtungen von der Altenpflege, über Behinderten- und Jugendhilfe bis hin zu Kindertagesstätten und Einrichtungen für psychisch Kranke und Menschen ohne Wohnsitz. An dem eigentlichen Auftrag der Caritas habe sich seit 1897 nichts geändert, fährt er fort: "Wir sehen uns als Soziallobbyisten. Wir wollen Menschen helfen, da wo sie Hilfe brauchen, und Gesellschaft gestalten, etwa mit dem Projekt `youngcaritas`, das Schüler an soziale Arbeit heranführt."

"Sozial, innovativ und verlässlich" - so modern stellt sich der 100-Jährige in seinem "Visionen 2022"-Papier dar. "Wir richten uns nach den Anforderungen und Erwartungen unserer Kunden, wir übernehmen soziale Verantwortung und sind ein Anwalt für Menschen in Not. Wir sind ein verlässlicher Partner für die Kommunen und Gemeinden, wir entwickeln uns weiter und passen uns der digitalisierten Gesellschaft an", so Hundemer weiter. 
Für viele Menschen, die sonst niemanden haben, war, ist und bleibt die Caritas ein wichtiger Ansprechpartner. "Von Nardini. Busserau, Reeb und Burger im 19. Jahrhundert bis heute und in die Zukunft." - Wenn das kein Grund zu feiern ist.

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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