Aufarbeitskommission
Bittere Nachlese

Foto: Maiken Liefeith

Es ist so, das ich meinem Gegenüber, dem damaligen Sprecher der UAK Speyer nicht mehr verzeihen werde.

Ich persönlich werde NICHT damit anfangen zu behaupten, er hätte mir während der Therapiephase nach dem 23.03.1984 am Pfalzklinikum sexuelle Gewalt angetan.

Selbiges äußerte ich niemals und  es ist nach dem Datum des 23. März 1984 im Pfalzklinikum auch nicht geschehen. Die von mir damals und heute gemachten Vorwürfe, der vor der UAK (Unabhängige Aufarbeitungskommission des sexuellen Mißbrauchs im Bistum Speyer) werde ich aber auch nicht  zurücknehmen.
(Zu diesen hatte er gar keinen Zugang mehr und der Kommission selber hatte ich versprochen, nicht darüber öffentlich zu schreiben. Was ich bis heute auch einhielt.)
Für mich war es nicht okay, das es ihm möglich war, derartig mit einem Lügenmärchen dann an die Öffentlichkeit zu gehen über die Rheinpfalz und den Mannheimer Morgen und den Pilger). Was er schrieb war inhaltlich falsch.
Schlimm sehe ich es, das er es moralisch als nicht verwerflich fand, so zu tun, als hätte eine Irre unter Beschluss ihn als armen Psychologen mit falschen Beschuldigungen versucht, öffentlich zu schädigen.  Wo er ja nur ein edler Psychologe war, der ja nur solchen  armen gestörten Wesen helfen wollte.

Zum einen sind auch psychisch kranke Menschen, Menschen die es nicht verdient haben, für eine schmierige Lüge her zu halten. Zum anderen hätte gerade ein Psychologe die Aufgabe solche Menschen zu schützen, ihnen beim gesund werden zu helfen und NICHT sie zu benutzen, nur weil er im Streit selber aus einer Kommission ging. 

An die Öffentlichkeit ging er selber. Und das, was er dann erzählte, hatte er zwar vorbereitet, aber wahr war es trotzdem nicht.

Es existieren sogar Unterlagen von damals, die bisher aber kein Gerichtbereit war, sich anzuschauen.

Ich selber  hatte andere Vorwürfe, die ich ihm schriftlich andeutete und dann ausführlicher der Aufarbeitungskommission schrieb. Man kannte sich auch von früher. Womit für mich meine Aussage hier beendet ist. So wie ich es der UAK damals zusagte.

Dieser Herr hat durch seine Falschaussagen im Bestreben eine Anhörung vor der Kommission zu verhindern, selber Schaden angerichtet, so wie auch später durch sein Verbreiten von Unwahrheiten, die nur seiner Agenda dienen sollten.

Ich war tatsächlich 1984 Patientin am Pfalzklinikum, allerdings freiwillig und auf einer anderen Station (P23 anstatt P II) als er anderen weismachen will.
Ich unterschrieb freiwillig noch am 24.03.1984, wurde festgehalten im Rahmen einer Krisenintervention und traf erst am 4ten Tag, einem Dienstag auf ihn, leider. Seine Story, die er nirgends belegen kann, verbreitete er dann der Rheinpfalz gegenüber, dem Mannheimer Morgen, dem Pilger.
Den Beschluss zu meinem damaligen Aufenthalt erfand Herr Schol... dazu. Den hat es nie gegeben. Im Gegensatz zu ihm habe ich noch Kopien der Krankenakten. Auch wenn sie keiner sehen will.

Ich hatte freiwillig unterschrieben und habe noch das Interview mit ihm eine Woche nach Ankunft schriftlich, wo er später reingeschrieben hatte: "Frau L. will nun für immer hierbleiben." Etwas was der reinen Phantasie entspricht. Ich hatte nach hause gehen wollen.

Er war vor meinem Aufenthalt am Pfalzklinikum mein Stalker, schickte dort die Lehrer, die mir hatten helfen wollten damals fort, ließ den Kontakt zu einem Therapeuten unterbinden, den ich hätte an dem Wochenende kontaktieren müssen.
Er sagte am Montag dann: Und wenn  Sie gar keine Chance gehabt hätten, ihren Therapeuten zu erreichen, entlasse ich Sie noch."

Und ich war so dumm noch zu antworten:" Doch ich hatte eine Chance (das war ein Zeitfenster von 10 Minuten gewesen, eine Fehlentscheidung). Können sie mir das verzeihen?"
Er konnte nicht.

Der Lehrer (Es war ein Ehepaar, beides Psychologen) an der Schule für Ergotherapie in Ludwigshafen wo ich lernte damals, hätte mir helfen wollen, er kam nicht mehr.

Meine Bitte an Scholten mir zu sagen, was im Gespräch geschehen wäre, verweigerte dieser dann.

  • Es fanden keine irgendwelche therapeutisch relevanten Gespräche auf der Landeck stand, auch keine verständnisvollen. 

Man kann viel reinschreiben.

Seitdem habe ich immer wieder versucht, über diesen Herrn Schol... Auskunft und Verstehen zu erlangen, warum diese Lehrer mich verlassen hatten. Er hat es bis heute verweigert. Und seine Funktion quasi als Vermittler zu diesen Menschen hat mich immer wieder ihn anschreiben lassen. Er wusste um seine Macht und erhörte mich nie.

Das Pfalzklinikum verließ ich durch Flucht aus der Geschlossenen, bekam als Abschluss dann von dort die Diagnose der "hebeprenen Alkoholikerin"  unterschrieben. auch um damaligen Psychologen Herrn Bernhard Schol....
Für mich sehr traurig war, das mir damals eine Frau vom Gesundheitsamt in Ludwigshafen beim Besuch einer Patientin heimlich ihre Telefonnummer zugesteckt hatte.
Diese hatte ich als Anlaufpunkt nach der Flucht aufsuchen wollen. Allein sie war dann krank, ihre Kollegen wimmelten mich beim Anruf ab. Angeblich sei sie krank, mindestens noch 3 Wochen, sie kündigte kurz darauf.

Die schlimmen Diagnosen trug man mir nach bis jetzt. Es hat nie aufgehört bis heute.

Es stimmt, das ich nach dem Pfalzklinikum zuviel trank und das vertrank, was ich vorher für eine Therapie angespart hatte.
Es stimmt, das ich vorher schon in Heidelberg war, wo man mir rein schrieb, das man aufgrund fehlender sekundärer Geschlechtsmerkmale mein Geschlecht hätte endokrinologisch feststellen lassen müssen. Ich habe das noch schriftlich. Auch meine angeblich schizoide Persönlichkeitsstruktur, der Depression  usw., alles angeblich vom Vorgänger.
Wobei meine Eltern mich mit 17 Jahren in die deutsche Klinik für Diagnostik schickten. Und diese eines meinten: es bestünden Authoritätsprobleme. Ich würde widersprechen. Eine psychiatrische Diagnose fanden sie nicht. Aber da war ich auch nicht alleine dort und mein Vater war noch privatversichert.

Egal.

Das ich trotz dieser Diagnose erst CTA lernte, dann Ingenieurin wurde, focht niemanden an.
Ich arbeitete dann in der Knoll AG in der Qualitätssicherung für Arzneimittel, leider nur befristet bis allgemeinen Einstellungsstopp.

Da ich mich irgendwann auch wehrte, schrieb man dann hebephren-paranoid hinein. Hauptsache schizophren. Mein gemessener IQ soll 1988 bei 75 gelegen haben, Tendenz fallend.
Angeblich soll ich das durch eine Hochbegabung kompensiert haben - schrieb vor 2 Jahren eine Neurologin, während mein Psychiater erhöhte AS-Aktivität im EEG feststellte. Wo ich mir ein Ei drauf backen kann. Es macht mich nur noch müde.

Das Ganze wird mir nachgetragen. Wobei ich Herrn Scholten nur zum Teil mit als Ursache sehen nebst der von Herr Dr. Auernheimer erwähnten zunftlichen Fachlichkeit. Mit anderen Worten: Eine Krähe hackt usw. usf.

Was die UAK angeht, so war er es, der erst mit einem Lügenmärchen die UAK daran gehindert hat, mich anzuhören.
Herr Scholten war es dann auch, der mit einer Lügengeschichte an den Mannheimer Morgen, die Rheinpfalz, den Pilger herantrat.

Von mir aus erfolgte damals keinerlei Versuch irgend etwas öffentlich zu machen.

Der deutsche Presserat, den ich einschaltete, sprach auf meinen Antrag 3 mal Hinweise aus:

Mannheimer Morgen  - Artikel wurde gelöscht
Rheinpfalz - bestand auf Artikel, änderte nur leicht
Pilger - Ich durfte einen redaktionellen Nachtrag bringen

Allein, es war jemandem nicht genug.

Es wurde ein völlig unschuldiger Mensch aus dem Betroffenenbeirat der UAK von eben diesem Herrn Schol... vor Gericht gezerrt, ein ehemaliges Opfer schlimmsten Mißbrauchs, weil der im internen Rahmen zu äußern gewagt hatte: "Wenn das stimmt, ist Herr Scholt... ein Dr***schw***"....Wenn.

Diese Äußerung hat Herr Schol... nur durch Hintertragen eines INTERNEN Videos erlangen können von jemandem, der aus dem Betroffenenrat geflogen war. Sie wäre sonst nie an die Öffentlichkeit gelangt. Denn die UAk versucht ihre Mitglieder zu schützen - dachte ich einmal.

Das Verfahren am Amtsgericht Lampertheim lief damals "im besonderen Interesse der Allgemeinheit". 
Die Richter verweigerten eine Verfolgung des Herrn Schol... nach $ 152.

Eine e-mail von mir wurde zitiert, aus dem Zusammenhang gerissen. Ich wurde nicht informiert, erfuhr es durch Dritte. Saß dann im Zuschauerraum. Ich "durfte" dann als Zeugin Aussagen unter der Drohung bei einem falschen Wort für mindestens 2 Jahre ins Gefängnis zu müssen.
Mitgebrachte Unterlagen weigerte die Richterin mir aus der Hand zu nehmen. Hätte ich nicht die Papiere wieder zurück gezogen, sie wären zu Boden gefallen.
Bei der Urteilsverkündung musste ich wieder draußen warten. Manche Menschen  sind Monster.

Herr Schol... durfte lügen, wobei er meine damalige Diagnose "vergessen" hatte, damit prahlte, das er doch immer den Kontakt zu mir hergestellt hätte. 
Das brauchte er nach 1984 nicht mehr, denn ich versuchte immer weiter ihn anzuschreiben um zu verstehen, was geschehen war und ihn um Vermittlung zu bitten. Er tat es nie.

Dem Landesnetzwerk für psychisch Kranke trat ich nach Kontakt mit einem Herrn Franz-Josef W..... bei, um dieses sofort zu verlassen, als ich erfuhr, das Herr Schol... dort Mitglied war- ca. 10 Jahre später. VON ihm habe ich nie irgendwelche Anlaufstellen genannt bekommen. Obwohl mein Arzt in Frankenthal ihm wohl entgegen jeder Schweigepflicht berichtete ueber wohl 20 Jahre.

Fast das einzige was an seinen Worten stimmte, war das goldene Kackpälmchen, was ich ihm 1992 schickte als Auszeichnung. Und das tut mir nicht leid.

Ihm wurde dann §34 zugebilligt, das Recht zu lügen unter Eid um sich zu schützen. Der Richter schrieb, er hätte doch nicht wissen können, das manche Straftaten verjährt wären.

Aufarbeitungskommissionen waren damals noch der Renner der Saison. Jetzt sind viele ernüchtert.

Aufarbeitungskommissionen sollten doch Unrecht aufarbeiten, den Opfern helfen.

Und dann schützt man nicht mal die, die dort einsetzen? Herr Schol... durfte aus dem Zeugenstand den Betroffenenbeirat, der als Unterstützung für den Beklagten dabei waren, filmen.

Herrn Schol... wurde vom Richter in Lampertheim 2024  § 34 zuerkannt, das Recht unter Eid zu lügen als Zeuge, da er ja sich selber schützen müsse.

Lange durfte er sein Foto unter der Seite eines Arztes aus Bochum ablichten und er darf jetzt Frauen an der Katharinenkapelle  in Landau betreuen.

Ich war nun nochmals dort, denke nur, das das Böse immer belohnt wird - leider.

Mir ist klar, das ich ein kleines Licht bin, einiges auch nicht so dolle ist, was ich denke und fühle. Mein Herz ist mittlerweile eine Mördergrube.

Nur mehr als täglich mich bemühen, jeden Tag aufstehen und versuchen, ein Miteinander zu leben, zu dem ich meinen Teil betrage, mehr kann und will ich nicht.

Was diese  Aufarbeitungskommissionen nicht leisten, ist Opferschutz. Und wenn die jetzt in die Gänge kommen, dann wieder zum Schaden derer, die sie eigentlich schützen sollten.
Merke: auch an Opfern lässt sich gut verdienen.

Wir Opfer werden benutzt. Von jeder Seite. Es gibt da nur Täter.

Das ist alles.

Herr Schol... meinte damals nach meinem ersten Suizidversuch, das ich mir wohl immer einen Ausweg lasse, weil ich die Tür nicht abschloss.

Mittlerweile frage ich mich, ob es nicht besser wäre im Kampf zu sterben gegen solche Täter.  Vertrauen führt immer und stetig zu Missbrauch. Verzeihen, loslassen und weitergehen mündet in der nächsten Begegnung. Irgendwann bleibt man dann liegen.

Es heißt, man solle rechtsstaatliche Wege gehen, Wege hin zu noch größerem Leid, als man zuvor erfuhr. Alle Gewalt solle vom Staat ausgehen. WARUM?

Damit noch ein Monster Lohn und Brot erhält, weiteres Leid geschieht. Warum?
Ich möchte mich als Mensch verabschieden und gehen - solange ich noch kann.

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Autor:

Maiken Liefeith aus Frankenthal

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