FH Pirmasens trägt aktuellen Entwicklungen Rechnung
3D-Strickmaschine eröffnet neue Ära

Pirmasens. Sport- und Freizeitschuhe bestehen heute nicht mehr unbedingt aus Echt- oder Kunstleder, sondern meist aus hochwertigen Textilien. Um dieser und anderen Entwicklungen im Bereich der Schuh- und Bekleidungsindustrie Rechnung zu tragen und die angehenden Schuh- und Textilingenieure auf neue Anforderungen in ihrem künftigen Berufsfeld vorzubereiten, investierte der in Pirmasens angesiedelte Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften in den letzten Monaten in neue Maschinen und Prüfgeräte, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
So gehört eine 3D-Strickmaschine zu den Neuanschaffungen der Hochschule. „Mit der neuen 3D-Stricktechnik, die sich in der Mode und Sportartikelindustrie verankert hat, kommen wir beim Tragekomfort in einen neue Ära der Komfortzone, speziell beim Schuh“, erklärt Christian Schwarz, Leiter der Studienrichtung Lederverarbeitung und Schuhtechnik. „Ein Produktentwickler benötigt dieses Wissen, um in der Schuhentwicklung innovativ zu sein“, so Schwarz weiter. Bei der Entwicklung von textilen 3D-Schuhoberteilen kommen verschiedene Fachrichtungen zusammen, Textiltechnik, Materialwissenschaften, Modelltechnik, CAD, Design.
An der Hochschule in Pirmasens werden Experten mit dieser Schnittstellenkompetenz ausgebildet.
In den kommenden Monaten wird der bisherige Studiengang „Kunststoff-, Leder- und Textiltechnik“ neu ausgerichtet, die Studienrichtung Kunststofftechnik wird von der Schuh- und Textiltechnik getrennt und ihren Schwerpunkt auf den Masterstudiengang „Product Refinement“ legen, während die Studienrichtungen Lederverarbeitung und Schuhtechnik und die Textiltechnik enger miteinander verknüpft werden. In beiden Studienrichtungen werden künftig Grundlagen der Textilien sowie der Leder- und Schuhtechnik auf dem Lehrplan stehen - die 3D-Strickmaschine beispielsweise sowohl für das Stricken von Schuhen als auch die Herstellung von 3D-Fertigteilen, die nicht konfektioniert werden müssen, wie beispielsweise Mützen, eingesetzt.
Auch das Thema Forschung wird im Bereich der Leder-, Schuh- und Textiltechnik künftig eine größere Rolle spielen. So startete diesen Monat, unter der Leitung von Dr. Medina, in der Textiltechnik ein Forschungsprojekt, das den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen, in Form von Hybridstrukturen aus Bast- und Basaltfasern als Verstärkung in Verbundwerkstoffen für den Einsatz im Automobilinnenraum, analysiert. Textilingenieure arbeiten nach Studienabschluss nämlich nicht nur in der Bekleidungsindustrie, sondern beispielsweise auch in der Entwicklung, Herstellung und Qualitätssicherung von technischen Textilien wie man sie im Fahrzeugbau, in der Luft- und Raumfahrt oder auch in der Medizintechnik findet.
Am 14. April veranstaltet die Hochschule in Pirmasens ihren Offenen Campus. Alle Interessierten können die neuen Maschinen in Aktion sehen und sich dabei detailliert über die Studien- und Berufsfelder in der Textil-, Leder- und Schuhtechnik informieren.
Das ausführliche Veranstaltungsprogramm ist auf der Internetseite unter www.hs-kl.de/offenercampus abrufbar. (ps/ak)

Autor:

Andrea Kling aus Pirmasens

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