Retrospektive Klaus Heinrich Keller im Forum alte Post Pirmasens
Wo endet der Horizont ?

Betrachterin des Kellerschen Werkes , an Gemälde CD Friedrichs erinnernd, in der wunderbaren Retrospektive in Pirmasens, ausgerichtet vom Forum Alte Post.
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  • Betrachterin des Kellerschen Werkes , an Gemälde CD Friedrichs erinnernd, in der wunderbaren Retrospektive in Pirmasens, ausgerichtet vom Forum Alte Post.
  • hochgeladen von Wolfgang Merkel

Klaus Heinrich Kellers Arbeiten begeistern auch nach seinem Tod.

Die ALTE POST, Aushängeschild-Architektur und edles Schmuckstück in der einstigen Schuh- und Fußball-Metropole („die Klub“) Pirmasens, hat sich das Verdienst erworben, sich engagiert um die Retrospektive des Künstlers KH Keller bemüht zu haben. Eine nicht nur für die palatinische Kunstszene wichtige Ausstellung, die auch erfreulicher Weise stark ins Saarland, ins Rheinland und nach Nordfrankreich ( Bitche , Metz ) ausstrahlt.
Begeistert verlassen die Besitzer eines Keller-Werkes, es sind nicht wenige, unter anderem auch ehemalige FCK-Heroen, die Alte Post nach Rezeption der ausgestellten Werke. So manches an Kleinformaten und Mittelformaten ist dort auch verkauft worden, was die Ausstellung weiter abrundet, denn auch das schnöde Geld spielt in der Kunstszene eine Rolle. Die Witwe dürfte einiges in diese Ausstellung investiert haben (Rahmen etc.).
Gezeigt werden futuristische Landschaften, die man als space captain gerne besuchen möchte, die geheimnisvoll, aber durch Kreise, Dreiecke, Gesichter im Keller'schen Sinne „geordnet“ und struktriert werden. Dies ist Kellers spezielle und originäre (2. Goethesche Stufe) Künstlersprache, die er früh entwickelte und permanent weiterentwickelte.
Den letzten Schritt, sich seinen wilden, zum Teil anarchistischen und authentischen Landschaften ganz anheimzugeben, auf die ordnende Symbolik peu a peu ganz zu verzichten, künstlerisch volles Risiko zu gehen, diesen Schritt ist Keller, 1938 in LD-Godramstein geboren, der auch als Realschullehrer in Waldfischbach aktiv war, des Weiteren Lehrbeauftragter an der Uni in Kaiserslautern (1995-2002) war und sein sozial absicherndes Netz pflegte, nicht gegangen.
Vielleicht ist dies die Causa, warum er überregional in den deutschen Museen nach wie vor keine Rolle spielt.
Die Kunstpreise, die er erhielt, stützen vom regionalen Umkreis her, diesen Ansatz:
Gewinner des Pfalzpreises 1969
Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer 1772
Kahnweiler-Preis der Stadt Rockenhausen 1981
Am 24.April dieses Jahres verstarb KH Keller.

Die Pfalzgalerie, das Mittelrheinische Museum, das Hack-Museum in Ludwigshafen, die Kunsthalle in Mannheim und das Saarland-Museum Saarbrücken täten gut daran, die durchaus erschwinglichen Großformate (um die 11000.- Euro) zu erwerben und einen produktiven Keller-Nachlass museumsübergreifend südwestweit (eine Art Keller-Colloboration) zu installieren. Dazu müsste man allerdings dazu bereit sein, im Interesse der regionalen Kunst ausgiebig und motiviert zu kommunizieren.

Dauer der Ausstellung: bis 13. Januar 2019
Öffnungszeiten: Forum Alte Post PS: Di-So 10:00 bis 17:00
Adresse: Forum Alte Post / Poststraße 2/ 66953 Pirmasens/ www.forumaltepost.de/  altepost@pirmasens.de
Tel. 06631-23927-13

Text: Wolfgang Merkel/Free German Press
Fotos: dito

Betrachterin des Kellerschen Werkes , an Gemälde CD Friedrichs erinnernd, in der wunderbaren Retrospektive in Pirmasens, ausgerichtet vom Forum Alte Post.
Zwei weitere ausgezeichnete Arbeiten der KH Keller-Retrospektive in der Alten Post, vielleicht die zwei abstraktesten der Ausstellung, kommen sie doch ohne die ansonsten typischen Keller'sche Symbolstrukturierung aus.

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