1. Pirmasenser Schuhstadt-Afterwork-Event war ein Publikumsmagnet [Bildergalerie]
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Von Peter Schneider
Pirmasens. Am Freitagabend bekam Pirmasens ein neues Veranstaltungsformat: Die Kooperation Schuhstadt GbR und die Wasgau AG luden alle Bürgerinnen und Bürger erstmals zum großen Schuhstadt-Afterwork-Event ein. Von 17 bis 23 Uhr verwandelte sich die Höfelsgasse rund um das Wasgau-Schuhstadt-Café dann wie von den Veranstaltern erhofft in eine lebendige Sommer- und Eventmeile. Doch mit einem solchen enormen Andrang hatte wohl kaum jemand gerechnet. Die Massen strömten von den zwei möglichen Zugängen, sprich dem Exerzierplatz und dem Doktor-Robert-Schelp-Platz, herbei und schon kurz nach dem Startschuss war vor allem auf dem großen Gelände vor besagtem Café kaum noch ein Durchkommen möglich. Denn hier war auch der große Laufsteg inklusive dem DJ und seinem Mischpult platziert.
Weg ins Café wurde zur Mutprobe
Das Konzert war Großteils gut durchdacht und keinesfalls eine kleinere Ausgabe vom Stadtfest. Im Gegenteil, Modenschau, Lounge, DJ-Musik, Kulinarik, Begegnung und Schuhstadt-Atmosphäre wurden in der Tat zu einem Abend verbunden, der Menschen nach getaner Arbeit zusammenbrachte. Erwartet wurden mehrere hundert Besucherinnen und Besucher, doch es dürften letztendlich einige tausend gewesen sein. So wurde der Weg zu den Gastronomieständen oder der Gang ins durchgehend prallgefüllte Café schließlich zur Mutprobe und nichts für Menschen die an Klaustrophobie leiden oder nicht mehr so gut zu Fuß sind. Bei der erneuten Auflage des Events sollte man bewusst eine Schneise gen Café und Richtung Höfelsgasse freilassen und nicht jedes Fleckchen mit Stühlen und anderen Utensilien zupflastern. Denn so erwartete jeden der rein oder raus wollte ein wahrer Hindernislauf.
Ein weiterer Programmpunkt direkt neben dem Laufsteg war die übergroße Schuhschachteltorte, die gegen eine Spende angeboten und schließlich von Denis Clauer (Beigeordneter der Stadt Pirmasens) gegen 19 Uhr in routinierter Manier angeschnitten wurde. Der Spendenbetrag ist für das Hospiz Haus Magdalena und das Frauenhaus in Pirmasens vorgesehen.
Tolle Modenschau mit Pirmasenser Handschrift
Im Mittelpunkt des Abends stand natürlich der Laufsteg für die Modenschau. Ein schwarzer Teppich führte vom Event-Bus, in welchem sich die Amateur-Models umzogen, zum Catwalk. Es fanden um 18 Uhr, 19:30 Uhr und 21 Uhr jeweils circa halbstündige Modenschauen mit Schuhen der teilnehmenden Marken statt, die auf ein überwältigendes Interesse stießen. Besagte Laufsteg-Events wurden von jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der teilnehmenden Unternehmen erstaunlich gekonnt und erfrischend auf den Runway gebracht. Die hübschen Mädels und Burschen, alle wohl in ihren Mitzwanzigern, führten den hochinteressierten und dichtgedrängten Zuschauern ausgewählte Schuhmodelle vor, ergänzt durch Bilder auf einer Großleinwand, Musik, Licht sowie gelungener Moderation. Die Models trugen hierbei einen einheitlichen schwarzen Look, womit der Veranstalter folgendes Signal sendete: Pirmasens zeigt Schuhe - selbstbewusst, modern und gemeinsam.
Fazit: Allesamt launige und erstaunlich professionelle Fashionshows, die hochverdient lange anhaltenden Applaus einheimsten.
Höfelsgasse wurde zur Partymeile
Die Höfelsgasse an sich war in verschiedene Erlebnisbereiche gegliedert: Stehtische, Sonnenschirme, Aktionsflächen, Lounge-Zone, Busse als Gestaltungselemente, Schuhboxen. Zudem konnte man sich Airbrush-Tattoos und richtige Tattoos auf die Haut sprühen, sprich in dieselbe stechen lassen. Ein Cocktailstand rundete das Ganze ab. Auch hier ist noch Luft nach oben, das heißt, man sollte die komplette Straßenfläche bis vor der Abzweigung Dankelsbachstraße nutzen und die Stände/Zonen nicht so dicht aneinanderreihen. Es wäre zudem wünschenswert, den schon mit dem Laufsteg zur Hälfte belegten Platz vorm Wasgau-Schuhstadt-Café zu entzerren und Liegestühle sowie Teile der Gastronomie mit genügend Abstand auf die Straße verlegen. So hätten die Leute wesentlich mehr Platz und alles käme dem gewünschten Entspannungsfaktor viel näher.
Ein Event auf das Pirmasens offensichtlich gewartet hat
Trotz der erwähnten Kritikpunkte, die selbstredend auch dem enormen und kaum zu erwartenden Besucherandrang geschuldet sind, muss das Schuhstadt-Afterwork-Event als voller Erfolg gewertet werden. Der immense Zuspruch der Bevölkerung schreit geradezu nach einer baldigen Wiederholung und zeigt überdeutlich, dass Pirmasens gar nicht so provinziell und verschlafen ist wie viele vielleicht glauben. Es war höchste Zeit das dem einstigen Zentrum der deutschen Schuhindustrie mit einem Event dieser Coleur neuer Schwung verliehen wurde.
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