17 Millionen Euro für sicheres Trinkwasser: Wasserwerk Rodalben wird neu gebaut
- In Rodalben entsteht ein neues Wasserwerk, das die Versorgung in der Südwestpfalz robuster machen soll.
- Foto: Maximilian Zwick
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Rodalben. Das Wasserwerk in Rodalben wird erweitert. Für Pirmasens und mehrere Verbandsgemeinden bedeutet das vor allem mehr Sicherheit bei der Trinkwasserversorgung, auch wenn Extremwetter die Lage erschwert. Die Stadtwerke Pirmasens errichten dafür einen Neubau, der die sanierungsbedürftige alte Aufbereitung ersetzen soll. Wie das Umweltministerium Rheinland-Pfalz mitteilt, überreichte Umweltministerin Christine Schneider dazu Förderbescheide über rund zwei Millionen Euro sowie Darlehen von rund 1,6 Millionen Euro. Insgesamt kostet das Projekt etwa 17 Millionen Euro. Im neuen Gebäude entsteht eine moderne Wasseraufbereitung mit filtrativer Teilentsäuerung und physikalischer Restentsäuerung. Zusätzlich bauen die Stadtwerke ein Absetzbecken, das Filterspülwasser mechanisch reinigt. Das bisherige Gebäude bleibt erhalten und wird weiter für Förderpumpen und die Elektrotechnik genutzt.
Wasserwerk versorgt mehrere Kommunen
Das Wasserwerk Rodalben fördert jährlich rund 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Es versorgt die Stadt Pirmasens und die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Außerdem sichert es die Notversorgung der Verbandsgemeinden Pirmasens-Land und Rodalben. Nach Angaben des Umweltministeriums errichten die Stadtwerke den Neubau an einem hochwassersicheren Standort oberhalb der HQextrem-Linie. Hintergrund sind Überflutungen in den Jahren 2014 und 2024. Dabei standen das Gelände und Teile des Gebäudes nach einem Starkregenereignis unter Wasser. Blockierte Zuwegungen und Schäden am Werksgebäude erschwerten bislang den Betrieb unter solchen Bedingungen.
Umweltministerin Christine Schneider sagte: „Wasser ist unsere wichtigste Ressource. Immer und überall sauberes Trinkwasser in hoher Qualität bereitzustellen, ist eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge , aber sie ist keine Selbstverständlichkeit. Aufgrund des Klimawandels mit zunehmenden Extremwetterereignissen, längeren Dürrephasen und zunehmenden Starkregenereignissen steht die Wasserwirtschaft vor vielfältigen Herausforderungen. Hier in Rodalben wird mit dem Neubau mit moderner Aufbereitungstechnik die Trinkwasserversorgung einer ganzen Region effizienter, zuverlässiger und auch für Notsituationen krisenfester aufgestellt“.
Oberbürgermeister Markus Zwick nannte den Neubau eine wichtige Investition für die Region. Geschäftsführer Christoph Dörr erklärte, die moderne Pump- und Steuerungstechnik halte die Betriebskosten planbar. Auch eine integrierte Photovoltaikanlage trage zur Wirtschaftlichkeit bei und senke das Ausfallrisiko. SGD-Süd-Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf betonte: "Das Wasserwerk ist mit modernster Technik ausgerüstet und zukünftig hochwassergeschützt aufgestellt. Damit trägt die Anlage zur langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung durch die Stadtwerke Pirmasens bei." red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |