"Schlabbeflickerfest" geht am Freitag und Samstag wie gewohnt über die Bühne
Noch kein großes Stadtevent für Pirmasens ins Sicht

Echte Grumbeerpannekuche sind seit Jahren der "kulinarische Renner" beim "Schlabbeflickerfest". Foto: Kling
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Pirmasens. „Der August wird heiß“, verspricht Kulturamtsleiter Rolf Schlicher, der auch für Tourismus und Marketing der Stadt zuständig ist. Diese Aussage bezieht sich nicht ausschließlich auf das Wetter, sondern die große Anzahl an Veranstaltungen. Aus dieser Menge ragen Schlabbeflickerfest, der 24 Stunden-Marathon „Industriekultur“ sowie der Ehrenamtstag heraus. Nach wie vor kein konkretes Thema ist das „Stadtfest“, das seit geraumer Zeit als Option für eine Zusammenlegung der kleineren Events gehandelt wird. Uwe Hauser, in dessen Händen seit Jahren die Organisation von „Schlabbeflicker“- und „Exefest“ als die beiden größten Open-Air-Veranstaltungen liegt, macht einen Riesenunterschied zwischen den Fakten, die „gewünscht“ und denen die „machbar“ sind. Eine Ausweitung auf mehrere Plätze der Innenstadt, wie es in Zweibrücken gehandhabt wird, sei nicht so einfach umzusetzen. Angefangen von den notwendigen Garderoben für die auftretenden Künstler über Fluchtwege, Parkmöglichkeiten bis zur Anbindung an die städtischen Versorgungsleitungen müsse vieles im Vorfeld überprüft und koordiniert werden. Auch eine fristlose Streichung des Schlabbeflickerfestes aus dem Veranstaltungskalender sei, laut Schlicher, nicht so ohne weiteres machbar: „Die Vereine nutzen diese beiden Tage, um etwas Geld in die Kassen zu spülen“. Sie müssten in das neue Event ebenso eingebunden werden wie die Caterer, der seit Jahren das Exefest mitgestalten. Zum guten Schluss muss abgewartet werden, bis die Bahnhofstraße endgültig fertiggestellt ist. Damit rechnet man erst bis zum nächsten Jahr.
Das ist Wolfgang Klys vom Stadtsportverband nur recht. Wenn es nach ihm ginge, sollte man das „Schlabbeflickerfest“ als ein „wichtiges Kulturgut“ erhalten. Nicht nur die Vereine freuen sich das ganze Jahr über auf diesen Termin, auch die Pirmasenser selbst würden mit ihrer regen Teilnahme stets ihr Votum für diese Veranstaltung geben. Nicht zuletzt die Künstler, die auf der großen Bühne ihre Auftritte vor großem Publikum bestreiten, sind hellauf begeistert, wie Uwe Hauser am Beispiel der Band „Teamwork“ im letzten Jahr im Gespräch mit dem Wochenblatt schilderte: „Die Musiker waren zum ersten Mal hier auf dem Exe und zeigten sich von dem Ambiente so angetan, dass sie spontan ihr Kommen im nächsten Jahr zusagten“.
Deshalb gibt es nach der offiziellen Eröffnung am Freitag, 3. August, 19.30 Uhr, durch einen Vertreter der Stadtspitze ein Wiedersehen mit der Formation aus dem benachbarten Saarland. Ihr Repertoire besteht aus Rock, Pop, Soul, aber auch bekannten Party-Hits. Mit Songs von Katy Perry, Queen, Pink, AC/DC, Max Giesinger und Justin Timberlake wollen sie die Besucher in Stimmung bringen.
Traditionell gestaltet am Samstag die „Stadtkapelle Pirmasens“ den „musikalischen Markttag“ von 11 bis 14 Uhr mit einem Strauß beschwingter Melodien. Die Händler bauen ihre Stände mit regionalen Produkten und Spezialitäten wie jedes Jahr in der Ringstraße auf. Dort herrscht erfahrungsgemäß ein reges Kommen und Gehen, denn viele Besucher des Schlabbeflickerfestes nutzen die Gelegenheit, sich bei den Beschickern mit Obst, Gemüse, Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Fisch, Wein und Blumen für das Wochenende einzudecken.
Der Nachmittag gehört dann der „Bauhilfe“, die zum großen „Mieterfest“ anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens auf den Exe einlädt. Von 15 bis 18 Uhr gibt es Informationen und Unterhaltung sowie Ehrungen. Die musikalische Umrahmung gestalten Entertainer „Fred“ und die Guerilla-Band der JuKuWe.
Ab 20 Uhr sorgt „Generator Live“ für „Schlabbeflickerfest“-Open-Air-Konzertgenuss mit Hits zum Tanzen und Mitsingen, aber auch mit Kuschelrock für Verliebte. Bevor um Mitternacht die Lichter der Traditionsveranstaltung ausgehen, sorgt „Pyro 2000“ ab 22.45 Uhr mit dem „musikalischen Höhenfeuerwerk“ für prickelnde Momente auf und über dem Exerzierplatz.
Wie Hauser erklärt, endet an beiden Tagen das Programm jeweils um 24 Uhr, der Ausschank kann noch eine halbe Stunde länger erfolgen, doch dann ist laut Vorgabe der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt endgültig Schluss. Streng geregelt ist auch die Allgemeinverfügung Alkoholverbot im Umfeld des Exe sowie das Hundeverbot.
Es sind viele Faktoren, die zum Erfolg des beliebten „Schlabbeflickerfestes“ beitragen. Nicht zuletzt das gastronomische Angebot der acht Vereine sowie dem „Kaffeeböhnchen“-Café lockt Gäste in Scharen an. Zu den „Leibspeisen“ des Publikums zählen „Grumbeerpannekuche mit Abbelbrei“ (womit wir wieder beim Thema "Kartoffelland" sind, denn auf hochdeutsch handelt es sich bei diesem Gericht um Kartoffelpfannkuchen mit Apfelkompott) sowie Leberknödel, Saumagen und als „süße Versuchung“ „Dampnuddle mit Vanillesoß“. In diesem Jahr mit von der Partie sind der TuS/DJK, der 1. TTC, die SG, der MTV, der Stadtfeuerwehrverband, der SV Erlenbrunn, der VfB und der 1. Carnevalverein.
Als besonderen Service weist Uwe Hauser auf die geänderten Öffnungszeiten der Rathausgarage hin: Am Freitag von 6.30 bis 1 und am Samstag von 6 bis 1 Uhr. (ak)

Echte Grumbeerpannekuche sind seit Jahren der "kulinarische Renner" beim "Schlabbeflickerfest". Foto: Kling
Die "Stadtkapelle Pirmasens" sorgt beim "musikalischen Markttag" für den optimalen Sound. Foto: Kling

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