Buchmesse
Frankfurt, wir müssen leider absagen! 📚🚴
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- Foto: Rudi Birkmeyer
- hochgeladen von Rudi Birkmeyer
Ich habe zwei Bücher geschrieben.
Zwei.
Und genau deshalb muss ich der Frankfurter Buchmesse leider absagen. 😉
Nicht, weil ich etwas gegen Bücher hätte – ganz im Gegenteil.
„100 Jahre Nello-Hütte – Eine Erfolgsgeschichte“ erzählt von Heimat, Menschen, Erinnerungen und Engagement. Eine wahre Geschichte – und mit rund 150.000 Euro gesammeltem Engagement für eine 1,6 km lange Versorgungsleitung sogar mit Nebenwirkungen.
Mein zweites Buch, „Ein bewegtes Leben auf zwei Rädern“, erzählt von meinem Leben, dem Radsport und vielen Begegnungen.
Und auch hier habe ich offenbar alles falsch gemacht: Kein Mord. Kein Milliardär. Kein Geheimagent. Nur ein Mann, ein Fahrrad und ein bewegtes Leben. Vielleicht hätte ich es „17 Schritte zum Millionär“ nennen und mich vor einem Ferrari fotografieren sollen.
Dumm gelaufen. Ich hatte nur ein Rennrad. 😄
Meine persönliche Buchmesse findet deshalb dort statt, wo meine Bücher gelesen werden.
Und wenn danach jemand sagt: „Das wusste ich noch gar nicht.“ Dann ist mir das mehr wert als jeder rote Teppich. Also: Frankfurt, macht euch keine Sorgen. Ich komme nicht. Ich fahre Fahrrad. 🚴
📚 Meine beiden Bücher
„100 Jahre Nello-Hütte – Eine Erfolgsgeschichte“
👉 100 Jahre Nello Hütte .
„Ein bewegtes Leben auf zwei Rädern“
👉 "Ein bewegtes Leben auf zwei Rädern..
Zwei Bücher. Zwei Geschichten. Kein Messestress.
Bestellen, lesen und weitersagen! 😉
Hier noch jeweils ein kleiner Auszug aus dem Buch "Ein bewegtes Leben auf zwei Rädern!" und "100 Jahre Nello Hütte"
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Anekdoten zu meiner Radsportzeit
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Zu diesen o. a. Fotos habe ich noch eine kleine Anekdote. Vor einigen Jahren feierten wir mit Familie und Freunden ein Gartenfest. Am Nachmittag kam ein Anruf, und ich wurde zum Telefon gerufen. Eine ernste Stimme meldete sich:
„Hier ist die Kriminalpolizei Berlin. Herr Birkmeyer, gegen Sie liegt eine Anzeige vor!“
Da ich damals intensiv bei eBay Auslaufstücke verkaufte, dachte ich sofort an irgendeinen Verkaufsvorgang – und war entsprechend irritiert. Auf meine Nachfrage erklärte mir der angebliche Oberkommissar aus Berlin schließlich meine „Straftat“: „Herr Birkmeyer, Sie haben 1970 in Israel an die Klagemauer gepinkelt!“
Spätestens da war klar: Der Anrufer konnte nur jemand von unserem Nationalmannschaftseinsatz im schönen Israel sein. Kurz darauf gab sich Hotte Gewiss zu erkennen – und das Gelächter war natürlich groß.
Hotte war zu dieser Zeit im Urlaub an der Ostsee und kam dem Ehepaar Anette und Joachim Kirsch aus der Pfalz ins Gespräch. Er erzählte, dass er mit einem Pfälzer – dem Rudi Birkmeyer – in Israel bei drei Radrennen gewesen sei. Daraufhin rief Joachim erstaunt: „Wie bitte?! Der Rudi – der gehört zu unserem Freundeskreis!“
Und so kam Hotte ganz unkompliziert an meine Telefonnummer – und der „polizeiliche“ Anruf nahm seinen Lauf. Besonders pikant: Hotte arbeitete damals tatsächlich als Oberkommissar im Polizeidienst!
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Pfälzer Trinkkultur
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Auf der Nello – Hütte trinkt man ja die Weinschorle aus den weltbekannten Pfälzer Schoppengläsern. Aber in der „Pachtgemeinde“ Rhodt gibt es mit dem „Rhodter Pfiff“ eine absolute Steigerung! Auch Gäste aus Thüringen, genießen den Rhodter Pfiff, im Kastanienhof!
Dieses besondere 1-Liter-Glas, die Rhodter Originalität, wurde im Jahr 1903 von Ferdinand Seitz, dem Wirt des Gasthauses “Zum Adler”, erfunden. Die Erfindung drückt die Verachtung des echten Pfälzers für jede unechte Vornehmheit aus. Das lässt den “Rhodter Pfiff” auch heute noch aktuell wie eh und je erscheinen.
Der Geschichte der Erfindung muss man zwei Dinge vorausschicken, die vielleicht nicht jedem bekannt sind. Zum einen wird in der Pfalz von alters her ein Glas mit 1/8 Ltr. Inhalt als Pfiff bezeichnet und zum anderen war Ferdinand Seitz ein Original, der keine Gelegenheit ausließ, einen Schabernack zu treiben und die Leute zu “Uzen” (necken) … Und so geschah es … im Gasthaus „Zum Adler”, das wegen seiner guten Küche und seiner guten Weine geschätzt wurde verkehrten dort auch viele „feine“ Damen aus Landau in diesem Lokal, die edlen Damen mit der „Schneck“ (Straßenbahn) nach Rhodt kamen.
Eine Straßenbahn die von 1912 – 1955 von Neustadt über Hambach, Diedesfeld, Maikammer, Edenkoben, Rhodt, Hainfeld, Flemlingen, Böchingen, Drei Steine, Nußdorf nach Landau und wieder zurückfuhr. Die edlen Damen konnten natürlich in aller Öffentlichkeit dem Wein nicht so zusprechen, wie sie es vielleicht zu Hause taten. Einen Schoppen konnten sie nicht bestellen, das
hätte unmäßig ausgesehen. Auch ein Viertel war nicht damenhaft. So bestellten sie einen Pfiff. Den allerdings bis zu achtmal hintereinander. Achtmal 1/8 sind ein Liter, rechnete der gewitzte Wirt Ferdinand Seitz und servierte den Damen bei nächster Gelegenheit ein 1 Liter-Glas mit der Aufschrift “Rhodter Pfiff”! Den Protest der Damen wehrte er mit der gelassenen Bemerkung ab:
“Egal, was ihr in Landau unter einem Pfiff versteht, bei uns in Rhodt ist das ein Pfiff – basta! Seit dieser Zeit und somit seit über 100 Jahren gibt es nun im Traminerdorf den “Rhodter Pfiff”. Der „Pfiff“ wird heute noch serviert, wie zum Beispiel im Kastanienhof.
Das Literglas wird befüllt mit Riesling und Sekt, und wird gerne als „Troll Schoppen“ angeboten! Dort steht auch diese „Skulptur“:
Der Rhodter Pfiff, in Stein gehauen, steht in der Theresienstraße, im schönen Winzerdorf Rhodt u. d. Rietburg.
Autor:Rudi Birkmeyer aus Offenbach |
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