Von Weinbirne bis Bauchnabel-Quitte: Stadt pflanzt 90 Obstbäume

Elke Schemel vom Nabu sowie Bernd Hoos (rechts) und Klaus Hünerfauth von der städtischen Umweltabteilung bei der Pflanzung einer Weinbirne am
Diedesfelder Flutgraben. | Foto: Stadt Neustadt
  • Elke Schemel vom Nabu sowie Bernd Hoos (rechts) und Klaus Hünerfauth von der städtischen Umweltabteilung bei der Pflanzung einer Weinbirne am
    Diedesfelder Flutgraben.
  • Foto: Stadt Neustadt
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Neustadt. Die Umweltabteilung der Stadt Neustadt an der Weinstraße pflanzt derzeit 90 neue Obstbäume in der Neustadter Feldflur. Es handelt sich um Neu- und Ersatzpflanzungen, die überwiegend auf städtischen Naturschutzgrundstücken erfolgen. Gepflanzt werden vor allem Hochstämme auf stark wachsenden Unterlagen, die sich langfristig zu prägenden Landschaftsbäumen entwickeln sollen. Diese zeichnen sich durch kräftige Stämme, statisch stabile Kronen, eine hohe Lebenserwartung sowie einen besonderen ökologischen Wert als Nahrungs- und Nisthabitat für Vögel, Kleinsäuger und Insekten aus.

Je nach Standortbedingungen kommen unterschiedliche Kultur- und Wildobstarten zum Einsatz. Auf feuchteren Flächen werden vor allem Apfelbäume gepflanzt, während trockenere Standorte mit Kirschen, Mandeln sowie Wildobstarten wie Felsenkirsche, Elsbeere und Mispel bestückt werden. Für weitere Lagen sind Birnen, Quitten und Walnussbäume vorgesehen. Als besondere Rarität ergänzen zwei Weiße Maulbeerbäume die Pflanzungen.

Die häufigste Obstart ist die Birne: Insgesamt 29 Birnbäume werden gesetzt, darunter 15 Tafel- und Wirtschaftsbirnen sowie 14 Weinbirnen. Letztere sind ausschließlich zur Vermostung geeignet und tragen teils ungewöhnliche Namen wie „Wilde Eierbirne“ oder „Nußlocher Kotäckerle“. Bei den Allzwecksorten finden sich unter anderem Peters-, Pauls- und Philippsbirne.
Unter den 15 Apfelsorten sind alte, regional verbreitete Sorten vertreten, darunter der Braune Matapfel (Kohlapfel), der Rote Bellefleur (Siebenschläfer) und der Rote Eiserapfel, der als besonders lagerfähig gilt.

Auch regionale Mandelsorten wie die Dürkheimer Krachmandel und die Mußbacher Keilmandel werden gepflanzt. Bei den Quitten, die ursprünglich aus dem Kaukasus und Vorderasien stammen, gibt es nur wenige einheimische Sorten. Neben bekannten Sorten wie der Konstantinopler Apfelquitte und der Portugiesischen Birnquitte wurde auch die türkische Sorte „Çukur Göbek“ ausgewählt – übersetzt etwa „Hängebauch-“ oder „Bauchnabel-Quitte“. Bei den Süßkirschen kommt in der Wingertflur wegen der Problematik mit der Kirschessigfliege die gelbfrüchtige Sorte Dönnissens Knorpelkirsche zum Einsatz.

Die Pflanzungen verteilen sich ungleichmäßig auf die einzelnen Neustadter Gemarkungen, abhängig von Größe, Lage und Eignung der städtischen Flächen. Besondere Anforderungen ergeben sich durch notwendige Abstände zu Verkehrswegen und Nachbargrundstücken sowie durch die Empfindlichkeit der Bäume gegenüber Staunässe oder Trockenheit.
Die meisten Bäume – insgesamt 52 – werden in der Diedesfelder Wingertflur gepflanzt. Davon ersetzen 28 abgängige Zwetschgenbäume am Flutgraben, die noch aus der Zeit vor der Flurbereinigung stammen. Weitere zehn Bäume entstehen im Umfeld des Parkplatzes vor der Vinothek Isler. Es folgen die Gemarkungen Geinsheim mit 15 und Königsbach mit neun Bäumen. Die übrigen Pflanzungen verteilen sich auf Duttweiler, Hambach, Lachen-Speyerdorf und Mußbach. Gimmeldingen bleibt diesmal unberücksichtigt, da hier bereits eine hohe Dichte an Mandelbäumen besteht; künftig sollen dort gezielt weitere Mandeln nachgepflanzt werden.

Aufgrund zunehmender Trocken- und Hitzephasen infolge des Klimawandels müssen die jungen Bäume heute mindestens vier Jahre lang bewässert werden. In der Vegetationsperiode können dabei mehr als zehn Gießgänge notwendig sein. Schnitt und Kronenaufbau erfolgen durch Fachkräfte der städtischen Umweltabteilung nach der modifizierten Schweizer Oeschberg-Methode. Gedüngt wird ausschließlich mit Schafsmist. [red]

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Autor:

Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße

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