Sportpavillon auf Landesgartenschaugelände erreicht Meilenstein – Richtfest gefeiert
- Feierten das Richtfest des neuen Sportpavillons: Minister Marcus Klein, LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper, Oberbürgermeister Marc Weigel, Bürgermeister Stefan Ulrich, Baudezernent Bernhard Adams (v.r.n.l.)
- Foto: LGS 2028
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Neustadt. Mit dem Richtfest des neuen Sportpavillons auf dem Gelände der Landesgartenschau ist am Samstag, 27. Juni 2026, ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des entstehenden Sportparks erreicht worden. Der Neubau ist einer von zwei Gebäuden auf dem Gelände und gilt als besonderes Beispiel für nachhaltiges Bauen nach den Cradle-to-Cradle-Prinzipien (C2C).
„Der Sportpavillon ist ein weiteres Leuchtturmprojekt der Landesgartenschau und zeigt eindrucksvoll, wie sich nachhaltiges Bauen, moderne Architektur und eine zukunftsorientierte Sportinfrastruktur miteinander verbinden lassen“, sagte Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, beim Richtfest.
Markanter Treffpunkt im Sportpark
Der Sportpavillon ist mittig im neuen Sportpark angeordnet und öffnet sich wie ein Kleeblatt in drei Richtungen. Dadurch entsteht nicht nur ein Funktionsgebäude für den Sportbetrieb, sondern auch ein markanter Orientierungs- und Treffpunkt innerhalb der Anlage. Neben klassischen Funktionsräumen ist ein multifunktionaler, zur Sportlandschaft hin offener Bereich für Begegnungen und Besprechungen vorgesehen.
Kreislauffähige Bauweise und Materialien
Bei der Materialwahl wird konsequent auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit gesetzt. Der Pavillon entsteht als Holzmassivbau mit einer Fassade aus Fichtenholzbrettern, die mit einer ökologischen Leinöl-Lasur behandelt werden. Die Fassadenelemente aus Profilglas bestehen aus Gussglas mit einem Recyclinganteil von mehr als 50 Prozent. Nach ihrer Nutzungsdauer können sie vollständig in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden.
Die Konstruktion kommt ohne Kleber oder Dichtstoffe aus, wodurch eine einfache Demontage und Wiederverwendung der Bauteile möglich ist. Die Bodenplatte wird auf Schaumglasschotter gegründet, der aus Recyclingglas hergestellt ist und als Unterbodendämmung dient. Zudem ist die Bauweise flexibel angelegt und ermöglicht eine spätere Umnutzung des Gebäudes.
Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe
Der Sportpavillon wird vollständig ohne fossile Energieträger betrieben. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Eine rund 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage liefert erneuerbaren Strom für den Betrieb. Anwesenheitsgesteuerte LED-Beleuchtung sorgt zusätzlich für einen energieeffizienten Betrieb.
Raumprogramm für Sport und Öffentlichkeit
Das Raumprogramm umfasst zwei Mannschaftsumkleiden mit zugehörigen Sanitärbereichen, eine barrierefreie Schiedsrichterumkleide mit integriertem Erste-Hilfe-Raum sowie einen weiteren barrierefreien Umkleide- und Sanitärbereich. Hinzu kommen öffentliche Toiletten, ein Platzwartraum, Technikräume, ein Besprechungsraum sowie ein Raum für Pflegegeräte. In die Außenfassade werden zusätzliche Staumöglichkeiten für Sportgeräte und Sitzgelegenheiten integriert.
Planung auf Wettbewerbsbasis
Die Planung basiert auf einem Realisierungswettbewerb mit 17 teilnehmenden Architekturteams. Als Sieger ging das Hamburger Architekturbüro Studio Behnecke hervor, das seitdem mit der Umsetzung des Projekts beauftragt ist.
Die Fertigstellung des Sportpavillons ist für Ende 2026 vorgesehen. Während der Landesgartenschau wird das Gebäude im Rahmen von Sportveranstaltungen genutzt.
Bildunterschrift:
Feierten das Richtfest des neuen Sportpavillons: Minister Marcus Klein, LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper, Oberbürgermeister Marc Weigel, Bürgermeister Stefan Ulrich, Baudezernent Bernhard Adams (v. r. n. l.) © LGS 2028
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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