Neustadt baut Trinkwasserhilfe in Bolivien aus: Wassertank in Independencia fertig
- Mit sauberem Trinkwasser in Schulen verbessern sich Hygiene und Alltag für viele Kinder und Jugendliche.
- Foto: Stadt Neustadt
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Neustadt. Sauberes Trinkwasser, gerade für Schulen, soll in der bolivianischen Gemeinde Independencia künftig verlässlicher fließen. Am Dienstag, 20. Mai, hat vor Ort die offizielle Einweihung eines neuen Wassertanks stattgefunden. Damit hat Neustadt an der Weinstraße ein gemeinsames Projekt zur Trinkwasserversorgung und Umweltbildung abgeschlossen.
Die Stadt Neustadt setzte das Vorhaben nach eigenen Angaben zusammen mit dem Freundeskreis Kunan Mink’a und Partnerorganisationen in Bolivien um. Ziel war es, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig Umweltbildung zu Wasser und Klimawandelanpassung zu stärken.
150 Kubikmeter für 2600 Menschen
Der neu errichtete Wassertank fasst 150 Kubikmeter. Er soll künftig die Wasserversorgung von 2600 Menschen sichern. Weil auch Schulen und Bildungseinrichtungen angeschlossen sind, sollen sich besonders die hygienischen Bedingungen für viele Kinder und Jugendliche verbessern.
Parallel zum Bau liefen in den örtlichen Schulen Projekttage unter dem Motto Wasser ist Leben. Dabei beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Wasserschutz, nachhaltigem Umgang mit Ressourcen und den Folgen des Klimawandels.
An der Zusammenarbeit waren laut Stadtverwaltung unter anderem Vera Drude vom Freundeskreis Kunan Mink’a, Donato Maldonado Terrazas als Präsident des Comité Cívico sowie Mitarbeitende des Centro Cultural Ayopayamanta beteiligt, darunter Severino Maldonado Terrazas und Fabiana Albarado Zurita. Die Stadt Neustadt koordinierte die administrative Umsetzung im Rahmen ihrer kommunalen Entwicklungspolitik und begleitete das Projekt organisatorisch.
Die Finanzierung lief zu 90 Prozent über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über Engagement Global und deren Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Die übrigen zehn Prozent übernahm der Freundeskreis Kunan Mink’a.
Clara Hüther, Koordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Neustadt an der Weinstraße, sagt: „Dieses Projekt zeigt, wie internationale kommunale Zusammenarbeit ganz konkret Lebensbedingungen verbessern kann. Gleichzeitig macht es deutlich, dass Themen wie Wasserknappheit und Klimawandel globale Herausforderungen sind, die nur gemeinsam bewältigt werden können“.
Weitere Informationen nennt die Stadt auf ihrer Projektseite unter neustadt.eu. Einen ausführlichen Beitrag der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt gibt es unter skew.engagement-global.de.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |