Krönendes Abschlusskonzert für die Saison 2025
Tasta(R)tUr beigestert im Café Mandelring
- Foto: (c)Bärbel Benker für Tasta(R)tUr
- hochgeladen von Bernd Benker
Neustadt. Das Akkordeon-Ensemble Tasta(R)tUr konzertierte vor ausverkauftem Haus im Café Mandelring. Das gemütliche Ambiente des historischen Ballsaales, früher „Zum grünen Baum“, versetzte die Besucher gleich in die richtige Stimmung. In der Pause, und nach dem Konzert äußerten sich alle durchweg positiv: "Akkordeon so noch nie gehört" - "Einfach traumhaft" - "Ein tolles Konzert". Auch die Jazzcombo, die man zu Gast hatte, wurde mit viel Beifall belohnt. Die Sängerin Britta Benker-Grauheding hatte vier Jazz-Standards ausgewählt, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Der routinierte Conférencier Tobias Grauheding, und die von Tilda Grauheding gesteuerte Bildprojektion wurden von den Zuschauern ebenfalls sehr positiv bewertet.
Die im ersten Teil dargebotenen Stücke, Kompositionen von "Motion Trio" aus Polen, waren für die Zuhörer tatsächlich "Akkordeon, wie man es noch nie gehört hat". Der Melodienreigen wurde eröffnet mit „Long, long time ago“ im Stil der Barockmusik, einer Reminiszenz an die Studienzeit von Janusz Wojtarowicz, Pawel Baranek und Marcin Galazyn. „Proms“ wurde 2010 von Janusz Wojtarowicz in Anlehnung an die berühmten Londoner Konzerte geschrieben. Es folgte „The Rose“, eine Filmmusik aus dem Film „Happiness of the World“. Danach zwei weitere Filmmusiken: „Little Story“ und „Tango dla Wacusia“ aus dem Film „Laura - wahre Geschichten“. Dann bot eine Happy Band das Stück „Happy Band“, das, wie der Name schon nahelegt, ein lustiges Stück ist, und als Besonderheit mit „Waschbrett-Begleitung“ gespielt wird. Den Abschluss des ersten Teils bildete der weltbekannte Volkstanz „Balkandance“, der das Publikum förmlich mitriss.
Im zweiten Teil machte Tasta(R)tUr einen Ausflug in die Welt der Klezmer-Musik. Zusammen mit der Sängerin [b]Britta Benker-Grauheding wurde „Der Rebbe Elimelech“ dargeboten. Ein lustiges Klezmer-Liedl, welches erzählt, wie der Rebbe nach dem „offiziellen Teil des Schabbath“ die Musiker kommen lässt, und er dabei immer fröhlicher wird. Dann bot die Jazzcombo vier alte Bekannte: I love being here with you von Peggy Lee, All Of Me von Ella Fitzgerald & Nelson Riddle, „Les yeux noirs“ (Schwarze Augen) Text: Yevhen Hrebinka, Melodie: aus dem Stück Hommage Valse Opus 21 von Florian Hermann und Feel like making lovevon Eugene McDaniels. Die Stücke wurden vom Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen.
Den Abschluss des Konzerts bildete die Suite "Rikudim" von Jan Van der Roost. In vier Sätzen schrieb der Komponist Stücke in der Art der Klezmer-Musik. Mag auch etwas Melancholie die einzelnen Sätze durchziehen, so spürt man doch in den schnellen Teilen der Komposition überschäumende Lebenslust und große Musizierfreude. Diese melancholische, aber auch heitere Musik wurde von Publikum mit frenetischem Applaus belohnt, was den Musikern zwei Zugaben entlockte.
Die Virtuosität und das Gefühlvolle Zusammenspiel des Ensembles bot einen fantastischen Konzertabend, wie man ihn im kommenden Jahr gerne wieder erleben möchte.
Autor:Bernd Benker aus Neustadt/Weinstraße |
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