Infotag Pflege: Das KKG zu Gast bei der DRK Schwesternschaft Neustadt
- Beim Infotag Pflege adressierte die DRK Schwesternschaft Klischees und gab den SchülerInnen des KKG einen Einblick in die Vielseitigkeit und Wichtigkeit des Pflegeberufes.
- Foto: DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V.
- hochgeladen von Sabine Lüpcke-Roth
Pflege ist nur Waschen? Das denkt in der zwölften Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums sicher niemand mehr. Die Vielseitigkeit des Pflegeberufs, die zahlreichen Bereiche und Spezialisierungen, die europaweite Anerkennung des Abschlusses und die Möglichkeit, dual zu studieren: Kompakt vermittelten Andreas Tarasow, stv. Pflegedienstleitung des ambulanten DRK PflegeService Neustadt, und Yvonne Doniat, Praxisanleitung im Altenpflegeheim Rotkreuzstift, den SchülerInnen Pflege-Fakten. Bei den Mitmachstationen konnten die SchülerInnen sich ausprobieren, ins Gespräch mit Pflegenden kommen und Wissenswertes über Erkrankungen und pflegerische Interventionen erfahren.
Insulin, Blutdruck messen, Fallbeispiel Sturz, Empfindungsstörungen, Verbände, Anreichen bei Schluckstörungen: Die Mitmachstationen boten einen kleinen Ausschnitt aus dem Spektrum, das für Pflegekräfte Alltag ist. Dass Pflege noch viel mehr ist, zeigte der stv. Pflegedienstleiter Tarasow, indem er den Platz der Pflege im Gesundheitssystem darstellten und Beispiele aus den Fachbereichen der Profession und deren Aufgaben schilderten: Von der stationären Langzeitpflege über die Intensivmedizin, der OP-Pflege und der psychosozialen Pflege, von der Neonatologie, die sich um Frühgeborene kümmert bis zur Palliativpflege, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet, tauchten die SchülerInnen in das Berufsfeld ein. Wie man seinen Weg in der Pflege startet, erklärte Praxisanleiterin Doniat, die die SchülerInnen mit Struktur und Inhalten der generalistischen Pflegeausbildung und des Dualen Studiums Pflege vertraut machte. Dabei nahmen beide kein Blatt vor den Mund: "Um einfach was zu machen, weil man nach dem Schulabschluss keinen Plan hat, eignet sich die Pflege nicht. Das muss man wollen, fachlich können und sollte Ausbildung und Examen nicht unterschätzen. Es kann superanstrengend sein. Ihr werdet ins echte Leben katapultiert, in dem es auch Leid und Tod gibt. Genauso erlebt ihr auch Erfolge, Dankbarkeit, begleitet Menschen zurück in ein selbstständiges Leben oder gebt ihnen Lebensqualität in Krankheit und Alter. Wenn euer Herz dafür schlägt, etwas Sinnvolles zu tun, ihr teamfähig seid und euch medizinische Themen interessieren, sind das gute Voraussetzungen."
Die DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V. mit ihren Einrichtungen in Neustadt, der Südwestpfalz und dem Saarland möchte mit dem Format Klischees über die Pflege adressieren und jungen Menschen ein fundierteres Bild eines oft unterschätzten Berufszweiges geben. Dass die Pflege als systemrelevant gilt, ist dabei nur ein Aspekt. "Wichtig war für die SchülerInnen auch, dass es ein Beruf ist, bei dem sie sich nach der Ausbildung spezialisieren können und unglaublich viele Möglichkeiten haben", stellt Tarasow fest. Und Doniat ergänzt: "Vor KI brauchen wir noch lange keine Angst haben - auch das macht den Pflegeberuf attraktiv." Das Rotkreuzstift und der DRK PflegeService bieten die generalistische Pflegeausbildung und künftig auch das Duale Studium Pflege an. Kontakt: Rosa Schendel, 06321 484488 und Natascha Quasten, 06321 4844846 oder www.drk-schwesternschaft-neustadt.de.
Autor:Sabine Lüpcke-Roth aus Neustadt/Weinstraße |
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