Zoll durchsucht Bauunternehmen – Acht Männer ausgewiesen
- Zoll durchsucht Bauunternehmen in Neustadt an der Weinstraße
- Foto: Hauptzollamt Saarbrücken
- hochgeladen von Eva Bender
Neustadt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamt Saarbrücken am Dienstag, 11. Februar 2026, die Wohn- und Geschäftsräume eines Bauunternehmens im Raum Neustadt an der Weinstraße durchsucht.
Gegen den 48-jährigen Inhaber wird wegen des Verdachts des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Arbeitnehmer beschäftigt zu haben, ohne diese ordnungsgemäß zur Sozialversicherung anzumelden.
Während der Durchsuchung trafen die Einsatzkräfte insgesamt elf Arbeitnehmer im Alter zwischen 21 und 48 Jahren an. Bei weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass acht Männer mit ukrainischer Staatsangehörigkeit lediglich über einen polnischen Aufenthaltstitel verfügten. Dieser berechtigt zwar zu einem kurzfristigen Aufenthalt in Deutschland, jedoch nicht zur Aufnahme einer Beschäftigung.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern sowie der zuständigen Ausländerbehörde wurden gegen die acht Männer Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts eingeleitet. Gegen den Unternehmer wurde zusätzlich ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern eingeleitet.
„Wer Menschen arbeiten lässt, ohne sie anzumelden, spart Geld auf Kosten der Allgemeinheit. Am Ende fehlen diese Beiträge in unseren Sozialkassen“, erklärte Karin Schmidt, Pressesprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken. „Illegale Beschäftigung schadet ehrlichen Unternehmen und den Beschäftigten selbst. Deshalb schauen wir genau hin und gehen solchen Hinweisen konsequent nach“, so Schmidt.
Die acht ukrainischen Staatsangehörigen wurden am Mittwoch, 12. Februar 2026, aus dem Bundesgebiet ausgewiesen. Zudem wurde gegen sie ein Einreise- und Aufenthaltsverbot von zwei beziehungsweise drei Jahren verhängt. Zwei der Männer waren bereits im Jahr 2024 aufgegriffen und ausgewiesen worden.
Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass der gesetzliche Mindestlohn nicht gezahlt wurde. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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