Entscheidung zur Eichbaum-Zukunft in Mannheim fällt am Dienstag
- Entscheidung bei Mannheimer Eichbaum-Brauerei steht bevor. (Foto-Archiv)
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Mannheim. In Mannheim steht bei der insolventen Privatbrauerei Eichbaum eine richtungsweisende Entscheidung an. Für Beschäftigte und Standort geht es um Fortführung mit Investor oder um die Abwicklung des Unternehmens.
Am Dienstag, 24. März, kommen die Gläubiger zu einer Versammlung zusammen. Sie stimmen abschließend über das weitere Vorgehen ab. Zuvor tagt der Gläubigerausschuss. Liegt bis dahin kein tragfähiges wirtschaftliches Konzept vor, droht die endgültige Stilllegung. In diesem Fall würden Vermögenswerte veräußert.
Nach früheren Angaben der Geschäftsführung gab es Interesse von Finanzinvestoren und strategischen Investoren. Ziel der Gespräche war es, den Standort Mannheim und die Marke Eichbaum zu erhalten.
Arbeitsplätze betroffen
Bei einer Fortführung des Betriebs ist ein Personalabbau geplant. Knapp 100 Beschäftigte wären betroffen. Die Zahl der Arbeitsplätze soll in den kommenden Monaten auf unter 200 sinken. Derzeit arbeiten bei Eichbaum noch rund 290 Menschen. Damit würde etwa jede dritte Stelle wegfallen.
Insolvenz seit Oktober
Die Brauerei hatte Ende Oktober ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannte das Unternehmen rückläufige Umsätze im Export und eine sinkende Nachfrage im Inland. Dies führte zu einem erheblichen Liquiditätsengpass. Eichbaum beliefert nach eigenen Angaben mehr als 60 Länder.
Die Eigenverwaltung erlaubt es der Geschäftsführung, das Unternehmen während des Verfahrens weiter zu führen. Ein Sachwalter überwacht die Schritte. Die Lage vieler Brauereien gilt als angespannt, da der Bierkonsum in Deutschland seit Jahren zurückgeht.
Zuletzt hatte Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft. Angaben zum Kaufpreis machte das Unternehmen nicht. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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