Der Waldhof verliert trotz 2:0‑Führung! – Am Samstag kommt der SC Verl
- Kopfballduell zwischen Waldhofs Lukas Klünter (links) und Havelses Alexander Guiddir.
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Von Andreas Martin
Fußball. Nach dem mit 0:1 verlorenen DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, dessen unrühmliche Begleitumstände sich noch in der Aufarbeitung befinden, stand am Sonntag für den SV Waldhof Mannheim wieder der Spielbetrieb in der Dritten Liga im Vordergrund. Trotz einer 2:0-Führung quittierte das Team von SVW-Trainer Rui Mota beim TSV Havelse eine 2:3 (2:1)-Niederlage und verpasste es, Zählbares mit zurück in die Kurpfalz zu nehmen. Die Gastgeber vom TSV Havelse, die ihren Verbleib in der Dritten Liga dem Lizenzentzug für den TSV 1860 München verdanken, mussten ihr Heimspiel dabei in der großen Fußballarena in Hannover austragen, wo ansonsten der Zweitligist Hannover 96 seine Heimspiele bestreitet. Normalerweise spielt der in Garbsen beheimatete TSV Havelse im Eilenriedstadion in Hannover, doch das ist aktuell nicht für die Dritte Liga zugelassen. 1018 Zuschauer hatten den Weg ins große Fußballstadion in Hannover gefunden, von denen rund die Hälfte der SV Waldhof Mannheim stellte. Nachdem Goncalo Gregorio in der 10. Minute noch das Tor von TSV-Torhüter Omer Hanin, der früher selbst das SVW-Trikot getragen hat, verfehlt hatte, ließ er die mitgereisten Waldhof-Fans wenig später jubeln. So spielte Vincent Thill zunächst auf Lovis Bierschenk und dessen Zuspiel nutzte Gregorio zum 1:0 (21.). Den Gegentreffer durch den Portugiesen hatten die Niedersachsen offenbar noch nicht so richtig verdaut. Die Blau-Schwarzen führten wenig später eine Ecke kurz aus. Thill spielte auf Kushtrim Asallari, der zurück auf Thill spielte, und dieser schlenzte den Ball über Hanin hinweg zum Mannheimer 2:0 (23.) ins Tor. Auf diesen Treffer zeigten die Gastgeber eine starke Reaktion, als Jesse Tugbenyo mit einem Pass die Mannheimer Hintermannschaft aushebelte und der schnelle Alexander Guiddir Thijmen Nijhuis im SVW-Tor zum 2:1 (25.) überwand.
Nijhuis pariert gleich zwei Elfmeter
Guiddir blieb für die Waldhof-Abwehr ein Unruhefaktor, aber in der 43. Minute hatte SVW-Kapitän Lukas Klünter klar den Ball gespielt, als Guiddir im Strafraum zu Fall kam. Zum Ärger der Blau-Schwarzen zeigte Schiedsrichter Koji Takasaki (Japan) aber auf den Elfmeterpunkt. Johann Berger lief an und Nijhuis parierte diesen Strafstoß (45.)! So nahmen die Buwe die 2:1-Führung mit in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit war erneut Guiddir durchgebrochen, der diesmal von Nijhuis von den Beinen geholt wurde. Wieder zeigte Takasaki auf den Punkt, diesmal allerdings zurecht (56.). Kwasi Okyere Wriedt lief an, Nijhuis parierte auch diesen Foulelfmeter zunächst, aber Wriedt kam zum Nachschuss und es hieß 2:2 (57.). Dass der Waldhof am Ende mit leeren Händen dastand, lag an einer Flanke von Berger, die den Kopf von Leon Sommer-Deiss fand, der zum 3:2 (84.) für Havelse einköpfte. Die Chance, es besser zu machen, hat das Mota-Team am kommenden Samstag (14 Uhr), wenn das noch punktlose Ligaschlusslicht SC Verl im Carl-Benz-Stadion zu Gast ist. Der WDR bietet zur Partie zwischen dem Waldhof und Verl auf wdr.de unter der Kategorie „Sport“ einen kostenfreien Audiolivestream an, in dem das komplette Spiel zu hören ist. va
Autor:Andreas Martin aus Mannheim |
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