Wasser-Erlebnis für Kinder: Neuer Wasserspielplatz im Herzogenriedpark
- Neues Wasserparadies
- Foto: Wolfgang Neuberth
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Mannheim eröffnet neuen Wasserspielplatz im Herzogenriedpark
Ein Wasser-Erlebnis für alle Generationen auf 2400 Quadratmetern
Fontänen, Strudel, ein Schiff auf Sand und ein hölzerner Eisvogel: Der neue Wasserspielplatz im Herzogenriedpark wurde am Donnerstag feierlich eingeweiht – und begeistert mit fantasievollen Wasserinstallationen und nachhaltigem Konzept. Auf rund 2400 Quadratmetern Fläche lädt der Spielplatz Kinder jeden Alters zum Planschen, Staunen und Erkunden ein.
Bis zu sieben Meter hohe Wasserfontänen sprühen im sogenannten „Quellgebiet“, von dort fließt ein künstlicher „Fluss“ unter einem Edelstahlbogen hindurch, aus dem auf Knopfdruck Wasser versprüht wird. Weiter geht es vorbei an Baumstämmen mit hölzernen Tierfiguren zu einem großen Sandbereich – einem „Meer“, auf dem ein Spielschiff segelt. Auch interaktive Elemente wie eine Pumpe für Wasserdampf und eine Kurbel, mit der Strudel in einer Acrylglassäule erzeugt werden können, fehlen nicht. Eine sechs Meter hohe Wassersäule sorgt für zusätzlichen Spaß – kräftiger Druck genügt, und es spritzt kühles Nass.
Wasserabenteuer mit nachhaltiger Idee
Der neue Spielplatz ersetzt den alten, der im Zuge der Sanierung der Multihalle weichen musste. „Das Besondere am Konzept ist, dass hier Flussläufe spielerisch erlebbar gemacht werden“, sagte Umweltbürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell bei der Eröffnung vor rund 40 Gästen. Die Planung stammt vom Büro Lulay Landschaftsarchitekten, die nach einem Wettbewerb und Bürgerbeteiligung den Zuschlag erhielten. Kinder können Wasser stauen, umleiten oder beobachten, wie es fließt – ein Erlebnis mit Lerncharakter.
„Für meinen vierjährigen Sohn kommt dieser Wasserspielplatz sogar noch vor Eis – und das will was heißen!“, so Diana Pretzell. Die Stadt investierte rund 1,34 Millionen Euro, finanziert ausschließlich aus dem städtischen Haushalt. 700.000 Euro flossen in den Garten- und Landschaftsbau, 500.000 in die Infrastruktur, der Rest in Planung und Gutachten. Nachhaltigkeit spielte eine große Rolle: Das eingesetzte Trinkwasser wird anschließend für Toilettenspülungen oder die Bewässerung des Parks genutzt.
Ruhestand nach Mammutprojekt
Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH, wies darauf hin, dass der neue Wasserspielplatz doppelt so groß ist wie der alte. Dabei seien Elemente wie Pflastersteine und Bäume vom Bundesgartenschau-Gelände weiterverwendet worden. Auch der langjährige Leiter des Herzogenriedparks, Wolfgang Adrian, war beim Projekt federführend – sein letztes großes Vorhaben vor dem wohlverdienten Ruhestand. „30 Prozent der Arbeiten fanden unterirdisch statt – mit der Verlegung von Strom- und Wasserleitungen“, berichtete er. Projektleiterin war Katharina Kauer.
Eine kleine Anekdote sorgte zum Schluss für gute Stimmung: Der an diesem Tag 61 Jahre alt gewordene Schnellbach wurde von den Gästen mit einem Geburtstagsständchen überrascht.
Zukunftspläne für den Park
Auch über die Zukunft des Herzogenriedparks informierte Schnellbach: Die Gestaltung soll künftig noch nachhaltiger werden, etwa durch mehr Blühstreifen und pflegeleichte Staudenbeete, die auch der heimischen Insektenwelt zugutekommen. Mit dem Abschluss der Multihallen-Sanierung im Jahr 2028 wird es zudem nur noch einen Eingang im Bereich der Wohnbebauung/Messplatz geben – bislang sind es zwei.
Mit seinem neuen Wasserspielplatz hat der Herzogenriedpark ein weiteres Highlight für Familien geschaffen – ein Ort, an dem Spiel, Umweltbildung und Erholung auf kreative Weise zusammenkommen.
Autor:Wolfgang Neuberth aus Mannheim |
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