Asylverfahren belasten Gerichte im Südwesten massiv
- Die Zahl der Asylverfahren an den Verwaltungsgerichten im Land ist im vergangenen Jahr massiv gestiegen. (Illustration)
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Asylverfahren. Am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim steigt die Belastung der Gerichte deutlich, was für Betroffene längere Wartezeiten bedeuten kann.
Die Zahl der Asylverfahren an den Verwaltungsgerichten im Südwesten ist stark gestiegen. Im vergangenen Jahr gingen 31.479 neue Fälle ein. Das waren rund 82 Prozent mehr als im Vorjahr. VGH-Präsident Malte Graßhof sagte, die Gerichte ächzten unter der hohen Zahl an Eingängen.
Zwar erledigten die Gerichte 20.417 Asylverfahren und damit rund ein Drittel mehr als zuvor. Dennoch blieben zum Jahresende 20.957 Verfahren offen. Das war mehr als doppelt so viel wie Ende 2024. In etwa jedem dritten Verfahren ging es um Menschen aus der Türkei. Es folgten Afghanistan und Syrien.
Blick auf offene Anträge beim BAMF
Mittelfristig rechnet der VGH mit sinkenden Neueingängen. Beim Bundesamt für Migration lagen im Februar 82.706 offene Asylanträge vor. Ein Jahr zuvor waren es noch 195.262. Insgesamt geht die Zahl der Anträge weiter deutlich zurück.
Die durchschnittliche Dauer der Asylverfahren an den Verwaltungsgerichten im Südwesten sank auf 7,6 Monate in Hauptsacheverfahren. Das war bundesweit der zweitbeste Wert nach Rheinland-Pfalz. Möglich wurde dies durch zusätzliche Richterstellen. Der VGH warnt jedoch, dass sich die Verfahrensdauer wegen der hohen Fallzahlen wieder erhöhen dürfte. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag die durchschnittliche Dauer noch bei 28,2 Monaten. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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