Neue BASF-Investition: Ludwigshafen baut Taiwan-Geschäft aus
- BASF hat eine Absichtserklärung mit Taiwans Wirtschaftsministerium unterzeichnet. (Archivbild)
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Ludwigshafen. Für die Versorgung der Chipindustrie mit hochreinen Spezialchemikalien will BASF sein Geschäft in Taiwan ausbauen. Der Chemiekonzern hat dazu eine Absichtserklärung mit dem taiwanischen Wirtschaftsministerium unterzeichnet.
Mehr Kapazität für leistungsfähige Chips
Geplant sind zusätzliche Produktionskapazitäten, erweiterte Möglichkeiten zur Qualitätsanalyse und ein größeres Innovationszentrum am Standort Taoyuan. BASF will damit Materialien für besonders leistungsfähige Halbleiter schneller entwickeln und herstellen.
Der Bedarf steigt vor allem durch moderne Halbleitertechnologien und Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Taiwan gehört zu den wichtigsten Standorten der weltweiten Chipindustrie. BASF ist dort nach eigenen Angaben seit mehr als 20 Jahren mit Elektronikmaterialien vertreten.
Kürzere Wege für technische Unterstützung
Mit dem Ausbau sollen Kunden vor Ort zuverlässiger beliefert werden und schneller technische Unterstützung erhalten. Die engere Zusammenarbeit mit Industriepartnern soll zudem die Entwicklung neuer Materialien beschleunigen.
BASF hatte die Leitung seiner globalen Geschäftseinheit für Elektronikmaterialien bereits nach Taiwan verlegt. Der Konzern sieht auf der Insel langfristiges Wachstumspotenzial für sein Halbleitergeschäft.
Asiengeschäft und Umbau in Europa
In China betreibt BASF in Zhanjiang einen integrierten Verbundstandort. Das Projekt zählt zu den größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte und soll die Präsenz des Konzerns in Asien stärken.
Parallel prüft BASF eine effizientere Aufstellung seines Geschäfts in Europa. Für den Bereich Polyamid 6 liegt eine unverbindliche Absichtserklärung mit der chinesischen Highsun Holding Group über ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen vor. Zusammengelegte europäische Aktivitäten sollen Anlagen besser auslasten, Kosten senken und die Wettbewerbsposition stärken. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |