Ausbau in Ludwigshafen: BASF stärkt Terminal für Straße und Schiene
- Für den größten Chemiekonzern der Welt ist der kombinierte Verkehr von besonderer Bedeutung. (Archivbild)
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Ludwigshafen. Für Lieferketten in der Region soll BASF in Ludwigshafen Straße und Schiene enger verknüpfen: Am Montag, 17. August, geben Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und BASF-Chef Markus Kamieth um 13 Uhr den Start für den Ausbau des Kombiverkehrsterminals im Norden des Stammwerks.
Für die Modernisierung sind 51 Millionen Euro Fördermittel zugesagt. Das Terminal ist für den Chemiekonzern besonders wichtig, weil ein großer Teil der Logistik von mehreren Verkehrswegen abhängt. Rund 40 Prozent der Produktion in Ludwigshafen werden über den Rhein transportiert. Wenn die Binnenschifffahrt etwa bei Niedrigwasser eingeschränkt ist, kann der kombinierte Verkehr aus Straße und Schiene helfen, die Versorgung mit Rohstoffen abzusichern.
Knotenpunkt für Güter in Europa
Nach BASF-Angaben zählt das Kombiverkehrsterminal zu den wichtigsten und größten europäischen Umschlagterminals für den schienenseitigen kombinierten Verkehr. Täglich werden dort mehr als 1.100 Ladeeinheiten auf bis zu 25 Ganzzüge verladen. Das Terminal ist an zentrale Wirtschaftsräume und Verkehrskorridore in Europa angebunden, darunter Verbindungen nach Italien, Spanien, Osteuropa und Skandinavien.
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2000 wurden laut BASF mehr als 7,5 Millionen Umschläge abgewickelt. Nach Unternehmensangaben konnten dadurch ebenso viele lange Lastwagenfahrten vermieden werden. Rund 30 bis 40 Prozent der umgeschlagenen Mengen entfallen auf BASF-Produkte. Die übrigen Kapazitäten nutzen externe Spediteure und Verlader. Damit ist die Anlage auch für den Logistikstandort Ludwigshafen und die Region von Bedeutung.
Das soll beim Ausbau verbessert werden
Mit dem Ausbau soll das Terminal auf künftige Anforderungen im Güterverkehr vorbereitet werden.
- Die bisherigen vier Kräne werden durch drei neue Anlagen mit mehr als 100 Metern Spannweite ersetzt.
- Eine spätere Erweiterung auf vier Kräne bleibt möglich.
- Die Ein- und Ausfahrtsbereiche für Lastwagen sollen optimiert werden.
Weniger Verkehr in der Stadt
Das Terminal liegt am nördlichen Rand des BASF-Werks. So soll zusätzlicher Güterverkehr aus Ludwigshafen herausgehalten und die Belastung für die Stadt reduziert werden. Auf rund 260.000 Quadratmetern gibt es 13 Umschlaggleise. Bis zu 370.000 Ladeeinheiten können dort pro Jahr umgeschlagen werden.
Eigentümerin der Anlage ist BASF. Betrieben wird sie von der Kombi-Terminal Ludwigshafen GmbH. Beteiligt sind neben BASF auch die Speditionen Bertschi aus der Schweiz und Hoyer aus Hamburg sowie die Kombiverkehrsspezialisten Hupac und Kombiverkehr. Erwartet werden zum Termin auch der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf und Ludwigshafens Oberbürgermeister Klaus Blettner. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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