BASF-Kombiverkehrsterminal Ludwigshafen wird bis 2028 modernisiert
- Foto: Julia Glöckner
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Am Kombiverkehrsterminal (KVT) startet eine große Modernisierung, damit die Anlagen in künftigen längeren Trockenperioden ihre Leistungsfähigkeit behalten und auf Vollauslastung laufen können. BASF hat den Auftakt der Ausbau- und Ersatzarbeiten jetzt mit einem symbolischen Spatenstich gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft gefeiert.
Das KVT Ludwigshafen zählt zu den größten Anlagen seiner Art in Europa und gilt als zentrale Drehscheibe für den kombinierten Verkehr Straße–Schiene. BASF ersetzt dabei die beiden ältesten Umschlagmodule durch eine moderne, leistungsfähigere Anlage. Hintergrund ist, dass BASF damit rechnet, die Produktion auch künftig drosseln zu müssen, wenn nicht eine schnelle Abnahme innerhalb der Lieferkette durch verfügbare Transportwege gesichert ist.
Bund fördert das Projekt mit knapp 51 Millionen Euro
Der Bund unterstützt das Vorhaben bislang mit knapp 51 Millionen Euro. BASF rechnet insgesamt mit einem Investitionsvolumen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
„Wer an die Zukunft des Industriestandorts Ludwigshafen glaubt, muss auch in seine Infrastruktur investieren. Mit dem Ausbau des Kombiverkehrsterminals und dank der Förderung des Bundes stärken wir nicht nur die Leistungsfähigkeit unserer Logistik, sondern schaffen wichtige Voraussetzungen dafür, dass Ludwigshafen auch künftig ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Produktionsstandort im Herzen Europas bleibt. Dieses Projekt ist deshalb ein klares Bekenntnis zu Ludwigshafen.“ sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger betonte, moderne Terminals seien eine Voraussetzung dafür, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Die käme dem Klimaschutz zugute und ermögliche Wachstum. Markus Wolf, Staatssekretär des Ministeriums des Innern, für Integration und Verkehr in Rheinland-Pfalz, verwies auf die Rolle des Landes als Logistikstandort und auf eine bessere Anbindung an internationale Märkte.
Für die Stadt Ludwigshafen unterstrich Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner die regionale Bedeutung des Projekts: „Das Kombiverkehrsterminal gehört zu den Einrichtungen, die unsere Stadt als modernen Industrie- und Wirtschaftsstandort stark machen. Die Investition sendet ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts und für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |