Zahnvorsorge in Rheinland-Pfalz: Pflegebedürftige oft ohne Check
- Die Mundgesundheit kommt der Barmer Krankenkasse zufolge bei vielen pflegebedürftigen Menschen in Rheinland-Pfalz zu kurz. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Für pflegebedürftige Menschen kann fehlende Zahnvorsorge ernste Folgen haben: In Rheinland-Pfalz kommt sie nach Einschätzung der Krankenkasse Barmer häufig zu kurz. Das gilt nach dem Barmer-Zahnreport sowohl für Pflegeheime als auch für die ambulante Pflege.
Für den Report wertete die Barmer Abrechnungsdaten eigener Versicherter ab 65 Jahren aus. Ein zentrales Ergebnis: Ob Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen zahnärztliche Vorsorge erhalten, hängt stark davon ab, ob die Einrichtung einen Kooperationsvertrag mit einer Zahnarztpraxis abgeschlossen hat. Nur etwas mehr als die Hälfte der Heime in Rheinland-Pfalz hat laut Barmer eine solche Kooperation.
Nur gut jeder vierte schwer Pflegebedürftige im Heim erreicht
Bei Menschen in Pflegeheimen mit Pflegegrad vier oder fünf stellten Zahnärzte im Jahr 2024 nur bei 28,4 Prozent den Mundgesundheitsstatus fest oder klärten zur Mundgesundheit auf. Noch niedriger ist der Anteil bei Menschen, die zu Hause gepflegt werden: In der ambulanten Pflege lag der Wert bei diesem Pflegegrad bei 3,8 Prozent. Nach Angaben der Barmer ist das im Vergleich der Bundesländer der zweitniedrigste Wert.
Barmer-Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis fordert deshalb Lösungen besonders für die ambulante Pflege. Der Grund: Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut.
Barmer warnt vor Mangelernährung und Folgeerkrankungen
Eine schlechte Mundgesundheit kann laut Krankenkasse schwerwiegende Folgen haben. Kaputte Zähne, schlecht sitzende Prothesen oder Entzündungen im Mundraum können das Kauen erschweren. Dadurch drohen Mangelernährung, Gewichtsverlust und Folgeerkrankungen. Gerade für pflegebedürftige Menschen können solche Folgen besonders gefährlich sein. dpa/red
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |