Kampagne gibt Tipps für heiße Tage: "Klug handeln. Kühl bleiben.“

Kampagne gibt Tipps für heiße Tage: "Klug handeln. Kühl bleiben.“ / Symbolbild | Foto: Thaut Images/stock.adobe.com
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Gesundheit. Hitzewellen gehören längst zum Sommeralltag – mit steigender Tendenz. Sie zählen zu den sicht-barsten und spürbarsten Folgen des Klimawandels. Für viele Menschen sind hohe Temperaturen nicht nur unangenehm, sondern eine ernste Gefahr für die Gesundheit. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder, chronisch Erkrankte und Menschen ohne stabiles soziales Umfeld sind von den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze betroffen – häufig unbemerkt und schleichend. Die Informationskampagne „Klug handeln. Kühl bleiben. Gute Tipps für heiße Tage“ setzt genau hier an. Sie wurde von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) mit finanzieller Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Bevölkerung für die gesundheitlichen Risiken von Hitze zu sensibi¬lisieren – mit leicht verständlichen, alltagsnahen Materialien und einem klaren Appell für mehr Aufmerksamkeit im Miteinander. „Hitze ist eine stille Gefahr“, so Nicole Steingaß, Staats-sekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit. „Sie entwickelt ihre Wirkung oft unbemerkt, deshalb ist es wichtig, dass wir an besonders heißen Tagen nicht nur an uns selbst denken, sondern auch auf andere achten. Gerade ältere und kranke Menschen merken oft zu spät, wie gefährlich hohe Temperaturen sein können. Wer informiert ist, erkennt Warnzeichen früher – bei sich selbst und bei anderen.“

Alltagnah, verständlich, kostenlos

Herzstück der Kampagne sind praxisnahe Informationsmaterialien: Ein kompakter Flyer, ein Plakat für öffentliche Einrichtungen und ein handlicher Fächer vermitteln leicht verständlich konkrete Tipps zum Umgang mit Hitze – ob zuhause, unterwegs oder in der Nachbarschaft. Die Materialien richten sich an Menschen jeden Alters, sind kostenfrei erhältlich und können über den Online-Shop der LZG heruntergeladen oder bestellt werden. Um besonders gefährdete Gruppen gezielt zu erreichen, wurden die Materialien auch an GemeindeschwesternPlus, Pflege-stützpunkte, Jobcenter, Bewegungsbegleiterinnen und Bewegungsbegleiter der Kampagne „Dabei sein bewegt!“, Mehrgenerationenhäuser und Häuser der Familie in Rheinland-Pfalz versendet. „Die Fachkräfte vor Ort sind unsere wichtigsten Partner“, erläutert Susanne Herbel-Hilgert, Geschäftsführerin der LZG. „Sie kennen die Lebensrealitäten der Menschen und wissen, wo Hilfe nötig ist – wir möchten sie mit passenden Materialien dabei unterstützen.“

Digitales Infoportal bündelt Wissen

Alle Materialien verweisen auf die themenspezifische Website der Landesregierung hitze.rlp.de sowie auf das Kampagnen-begleitende LZG-Infoportal hitzeundgesundheit.lzg-rlp.de, auf dem zusätzliche Hinweise, Links und Tipps gegliedert nach Zielgruppen bereitgestellt werden. Familien, Erwachsene, ältere Menschen, Kommunen und Einrichtungen können hier schnell praktische und alltagsnahe Hinweise abrufen – vom richtigen Lüften über geeignete Getränke bis zur Frage, wann ärztlicher Rat notwendig wird. Vorlagen für Social Media ermöglichen es Kommunen und Organisationen, Hitzeschutz-Tipps schnell und unkompliziert digital weiter-zugeben. Eine eigene Motivserie für Apotheken richtet sich speziell an Kundinnen und Kunden vor Ort. Komplettiert wird das Informationsangebot durch das Gesundheitstelefon der LZG, das bis September alle zwei Wochen in kurzen Audiofolgen über gesundheitliche Risiken durch Hitze und andere Klimawandelfolgen informiert und Verhaltenstipps für den Alltag gibt. „Wir möchten die Menschen dazu befähigen, frühzeitig zu reagieren – nicht erst, wenn es zu spät ist“, betont Susanne Herbel-Hilgert. „Denn viele Hitzefolgen lassen sich mit einfachem Wissen und etwas Aufmerksamkeit vermeiden.“

Achtsamkeit schützt Leben

„Hitze trifft nicht alle gleich. Sie gefährdet besonders ältere, alleinstehende Menschen und Kranke. Ein kurzer Anruf, ein Glas Wasser oder ein paar hilfreiche Informationen können im Ernstfall den Unterschied machen“, so Staatssekretärin Steingaß. „Es braucht Aufmerksamkeit, Mitgefühl und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen – im Alltag, in der Nachbarschaft, in der Gesellschaft. Wer informiert ist, kann handeln. Und wer hinschaut, kann helfen.“ Ein zentrales Anliegen der Kampagne ist es daher, für mehr Achtsamkeit im direkten Umfeld zu werben. Denn viele Menschen sind auf Hilfe angewiesen – insbesondere, wenn sie gesundheitlich eingeschränkt sind oder keine sozialen Kontakte haben.red

Weitere Informationen:

Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.hitze.rlp.de, www.hitzeundgesundheit.lzg-rlp.de und www.gesundheitstelefon-rlp.de

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Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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