Willersinnweiher-Freibad heizt jetzt mit Fernwärme statt Erdgas
- Im Willersinn-Freibad kommt die Wärme für Becken und Gebäude jetzt aus dem Fernwärmenetz statt aus Erdgas.
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Ludwigshafen. Das Freibad am Willersinnweiher läuft seit Beginn der aktuellen Saison mit einer neuen Wärmeversorgung. Statt überwiegend Erdgas nutzt das Bad nun Fernwärme der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL), die aus Abwärme des Gemeinschafts-Müllheizkraftwerks Ludwigshafen (GML) stammt.
Die Stadt rechnet durch die Umstellung mit durchschnittlichen Einsparungen von rund 210 Tonnen CO2 pro Jahr. Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt nennt Fernwärme nach Prüfungen verschiedener Varianten die ökologischste und wirtschaftlichste Lösung.
Für den Umbau legte das Team die Gasleitung still und baute die Gaskessel im Gebäude aus. Außerdem verlegte es rund 150 Meter Fernwärmeleitung bis zum bestehenden Fernwärmenetz.
Die ankommende Wärme teilt das Bad an zwei Übergabestationen auf. Sie erwärmt die Becken und versorgt das Gebäude mit Heizung und Warmwasser. Ergänzend nutzt das Freibad einen Solarabsorber, der Sonnenstrahlen direkt in Wärme für das Wasser umwandelt.
Die Tiefbauarbeiten starteten im Oktober und endeten im November. Die Investitionskosten für den Fernwärmeanschluss liegen laut Stadt bei insgesamt rund 400.000 Euro.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gehört das Projekt zum Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI). Das Land bewilligte den Förderantrag der Stadt im Januar. Für 17 Projekte stehen dabei über 7,5 Millionen Euro bereit. 75 Prozent fließen in Klimaschutz-Maßnahmen und 25 Prozent in Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die Stabsstelle Klimaschutz koordiniert, beantragt und steuert die Projekte. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |