Wildpilze in Rheinland-Pfalz bleiben deutlich unter dem Grenzwert
- In der Pfalz gibt es viel Wege zum Wandern / Symbolbild
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Rheinland-Pfalz. Wer in diesem Herbst Wildpilze sammelt, kann die gefundenen Speisepilze nach aktuellem Kenntnisstand unbesorgt essen. Das Landesuntersuchungsamt fand in keiner von 49 Proben eine Cäsium-Belastung über dem gesetzlichen Höchstwert.
Der Grenzwert liegt bei 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse. Der höchste Messwert der aktuellen Untersuchung erreichte 218 Becquerel pro Kilogramm. Diesen Wert stellten die Fachleute bei Semmelstoppelpilzen aus dem Raum Börfink im Hunsrück fest.
Auch Proben aus dem Pfälzerwald blieben unauffällig
Im Pfälzerwald lag der höchste Wert bei 77,9 Becquerel pro Kilogramm. Die Fachleute maßen ihn bei Maronen aus dem Raum Ramstein-Miesenbach. Damit blieben alle Proben deutlich unter dem gesetzlichen Höchstwert.
Bei den untersuchten Pilzen handelte es sich mit einer Ausnahme um typische Speisepilze, die auch die Bevölkerung sammelt. Eine Probe stammte von einem giftigen Pilz. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht durch den Verzehr von Wildpilzen aus Rheinland-Pfalz keine gesundheitliche Gefährdung.
Cäsium-137 kann auch 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in einzelnen Waldgebieten nachgewiesen werden. Das Institut für Lebensmittelchemie Speyer führte die Analysen durch. Forstämter im Pfälzerwald und im Hunsrück sowie das Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald nahmen die Proben.
Die aktuellen Ergebnisse bestätigen die Werte der vergangenen Jahre. Auch damals blieben die höchsten Messwerte deutlich unter dem Grenzwert. Wegen der vorliegenden Ergebnisse beendet das Land das laufende Untersuchungsprogramm. Trockenheitsbedingt erwarten die Fachleute in diesem Jahr allerdings eher eine schwache Pilzsaison.
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |