West-Nil-Virus: Erster Fall in Rheinland-Pfalz im Rhein-Pfalz-Kreis
- Erstmals ist in Rheinland-Pfalz eine West-Nil-Virus-Infektion nachgewiesen worden, die mutmaßlich vor Ort durch einen Mückenstich entstanden ist.
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Rhein-Pfalz-Kreis. Zum ersten Mal hat Rheinland-Pfalz eine West-Nil-Virus-Infektion nachgewiesen, die mutmaßlich vor Ort entstanden ist und nicht im Ausland. Die betroffene Person stammt aus dem Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises und hat sich nach Einschätzung der Behörde vermutlich durch einen Mückenstich infiziert.
Der Nachweis kam laut Gesundheitsamt durch einen Zufallsbefund zustande. Die betroffene Person ist symptomfrei und es geht ihr gut. Von ihr gehe keine Ansteckungsgefahr aus, betont das Gesundheitsamt.
Was das für die Region bedeutet
Der Fall ist nach Angaben der Kreisverwaltung der erste sogenannte autochthone Fall in Rheinland-Pfalz und damit auch der erste im Zuständigkeitsgebiet des Gesundheitsamts. Das Amt betreut neben dem Rhein-Pfalz-Kreis auch die kreisfreien Städte Ludwigshafen, Speyer und Frankenthal.
Das Virus überträgt sich in erster Linie durch Stechmücken. Die Infektion verläuft überwiegend symptomlos. Rund 20 Prozent der Infizierten entwickeln laut Gesundheitsamt eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, die etwa drei bis sechs Tage andauert. Etwa eine von hundert infizierten Personen erkrankt schwer. Das West-Nil-Fieber heilt in der Regel folgenlos aus. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, eine spezifische Therapie gibt es nicht.
Wie die Kreisverwaltung mitteilt, haben Fachstellen in Deutschland seit 2019 jedes Jahr zwischen vier und 35 autochthone Fälle festgestellt. Im Jahr 2025 waren es vier Fälle.
So lässt sich das Risiko durch Mückenstiche senken
Das Gesundheitsamt nennt mehrere Möglichkeiten, sich vor Mückenstichen und damit auch vor einer möglichen Infektion zu schützen. Dazu gehören langärmelige Kleidung und lange Hosen an Orten mit bekannter Stechmückenbelastung. Außerdem empfiehlt die Behörde Repellents und Insektizide sowie Moskitonetze und Fenstergitter.
Im direkten Wohnumfeld sollten Menschen nach Angaben des Gesundheitsamts mögliche Mückenbrutplätze möglichst regelmäßig beseitigen.
Weitere Informationen gibt es beim Robert Koch-Institut unter West-Nil-Fieber im Überblick, beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unter Erregersteckbrief West-Nil-Fieber sowie bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. unter kabsev.de.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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