Tag der Architektur: Architekten zeigen Bauprojekte und Bestandsentwicklungen
- Ludwigs-Quartier: Die Karees wurden als Blockbebauung mit Innenhof gebaut. Die strenge Kubusform wird durch individuelle Gestaltung der Häuser aufgelockert.
- Foto: Julia Glöckner
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Ludwigshafen. Beim größten Architekturfestival Deutschlands werden Bauprojekte wie das Halberg Quartier, der Neubau der IHK in Ludwigshafen sowie viele weitere Projekte im Umland und dem gesamten Bundesland gezeigt. Die Architekturbüros führen am 27. und 28. Juni mit ihren Mitarbeitenden durch die ausgewählten Häuser.
Kaum eine Bauaufgabe, die im Programm nicht vertreten ist, vom klassischen Wohnhaus bis hin zum Universitätsgebäude. Besonders das nachhaltige Sanieren, Modernisieren und Umbauen zeigt anhand von 31 Bauwerken, welches Potenzial im Bestand schlummert. Architekturfans sind eingeladen sowie alle, die gedanklich mit einer Baumaßnahme spielen.
Ludwigs-Quartier und IHK
Auf der Industriebrache, die Halberg hinterließ, entstand das Ludwigs-Quartier. Dieses besteht aus vier Baukörpern mit je 8 Häusern in Blockbebauung mit privatem Innenhof. Durch den Abstand der Baukörper kann der Block kreuzförmig durchlaufen werden. Im Zentrum entstand ein Quartiersplatz. Im autofreien Innenbereich und an der Westseite in Richtung des Ufers sind kleine Gewerbeeinheiten angeordnet, die zu einer Belebung des Viertels beitragen. Das Architekturbüro führt am Samstag von 14 bis 18 Uhr durchs Quartier.
Am Ludwigsplatz zeigen Architekten den Neubau der IHK. Die verglaste Prisma-Fassade reflektiert Bäume sowie den Himmel. Im Innenhof befinden sich die Schulungs- und Seminarräume. Das Atrium mit der skulpturalen Wendeltreppe ist der Dreh- und Angelpunkt des Gebäudes. Führungen finden am Samstag zwischen 11 und 18 Uhr statt.
Projekte im Umland
Auch im Umland gibt es viele Bauprojekte zu sehen. So wurde in Landau in Holzbau ein Siedlungshaus erweitert, das auf die Typologie der 30er reagiert. Trauf- und Firsthöhe sowie Kubus wurden übernommen. Der energetisch ertüchtigte Bestand erhielt eine siedlungstypische Putzfassade.
Ebenfalls in Landau führte der denkmalgeschützte Ostpark in City-Nähe lange ein Schattendasein. Probleme wie Fischsterben, Drogen- und Alkoholkonsum, fehlende Angebote für junge Menschen, mangelhafte Beleuchtung und eine unzureichende Wegeführung prägten den Zustand vor der Sanierung. Mit Fokus auf dem Denkmalschutz entstand ein klimaaktiver Aufenthaltsort für alle, mit Nutzungsangeboten der Naherholung. Geöffnet ist der Park am Samstag von 14 bis 18 Uhr, am Sonntag von 11 bis 15 Uhr.
In Speyer-West realisierte die städtische Wohnbaugesellschaft GEWO Wohnen GmbH ihr größtes Neubauprojekt. Neben der Kirche St. Otto entstanden drei Mehrfamilienhäuser mit 42 Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen, davon 20 öffentlich gefördert. Die Planung setzt auf hohe architektonische Qualität, Gemeinschaftsräume, autofreie Außenräume und nimmt gestalterisch Bezug auf die Kirche St. Otto. Ein modernes Energiekonzept mit Erdsolespeicher, begrünten Dächern, Solarthermie, Photovoltaik, E-Ladeinfrastruktur sowie Speyers erster Müll-Unterfluranlage rundet das Projekt ab. Führungen finden am Samstag von 14 bis 18 Uhr, am Sonntag von 12 bis 17 Uhr statt.
Das gesamte Programm ist unter https://www.diearchitekten.org/main-menue/tag-der-architektur/ zu finden. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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