34. DLRG-Schwimmwettbewerb der Ludwigshafener Grundschulen
„Schwimmen ist wichtig und lebenserhaltend!“

Ludwigshafen. Über den Preis der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)-Ortsgruppe Ludwigshafen für die meisten Schwimmabzeichen im Schuljahr 2018/19 durften sich die Grundschüler der Karl-Kreuter-Schule freuen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten bei der Preisverleihung im Vereinsheim der DLRG-Ortsgruppe Ludwigshafen am Mittwochabend, 15. Januar, die Lukas- und die Astrid-Lindgren-Schule.

„Ihr seid hier die wichtigsten Gäste“, sagte der Ehrenvorsitzende des Sportkreises Neuwied, Alfred Hofmann, zu den Kindern aus den drei Grundschulen. „Schwimmen ist lebenswichtig“, erklärte er ihnen und erläuterte noch einmal die Baderegeln. Insgesamt hatten 1552 Schüler 2318 Abzeichen abgelegt, davon 343 das Seepferdchen, 674 Bronze, 1113 Silber und 188 Gold. „Jedes Kind hat mindestens anderthalb Abzeichen gemacht“, errechnete die DLRG-Ortsgruppenvorsitzende Michaela Schulz. Neben diesen Zahlen spiegelte auch die Präsenz der politischen Vertreter aus nahezu allen Stadtratsfraktionen die Bedeutung des Themas Schwimmen in Ludwigshafen wider. So warb die Mundenheimer Ortsvorsteherin Anke Simon (SPD) für das Rettungsschwimmen in der DLRG. Der sportpolitische Sprecher der CDU, Joannis Chorosis, hob die Investitionen der Stadt in die öffentlichen Bäder hervor. In Ludwigshafen sei der Schwimmunterricht für Drittklässler verpflichtend, betonte Jörg Streb vom Fachreferat Schulsport. Vier Schwimmlehrer unterrichten im Hallenbad Süd und im Bad der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch in Ludwigshafen-Oggersheim (IGSLO) alle 24 Grundschulen der Stadt. Er stelle fest, so Streb, dass immer mehr Drittklässler noch nie mit der Familie in einem Schwimmbad waren. Da in der IIGSLO kein Drei-Meter-Sprungbrett zur Verfügung stehe, komme es auch vor, dass Eltern es während der mehrwöchigen Schwimmunterricht-Phase nicht schafften, diese Leistung mit ihrem Nachwuchs in einem anderen Schwimmbad zu absolvieren. Es sei traurig, dass die Kinder aus diesem Grund ihre Abzeichen nicht bekämen.

„Gönnen Sie sich einen Wettbewerb mit ihren Kindern!“, motivierte Schulz die Eltern. Sie stellte ihnen die Frage, ob sie selbst die neuen Anforderungen für die Schwimmabzeichen schaffen würden: So bedeute sicheres Schwimmen, dass man in 15 Minuten mindestens 200 Meter weit schwimmen kann. Für das silberne Schwimmabzeichen müssen es schon 25 Minuten mit mindestens 400 Metern sein, für Gold 30 Minuten mit mindestens 800 Metern. Dazu kommen jeweils verschiedene Schwimmformen, zum Beispiel Brust- und Rückenschwimmen, Sprünge und Tauchen. Die neue Definition, was sicheres Schwimmen bedeute, und die neue Prüfungsordnung für die Schwimmabzeichen führte Schulz auf eine repräsentative Umfrage zurück, die im Auftrag der DLRG 2017 bundesweit durchgeführt wurde. Das Ergebnis zeigte, dass 60 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nicht sicher schwimmen könnten. Ursachen seien der Rückgang der Bäderzeit in weniger Schwimmbädern und veränderte Lebensstile. Daher strenge sich die DLRG an, dass die Hallenbäder erhalten blieben, sagte der Vizepräsident des DLRG-Landesverbands Rheinland-Pfalz, Gerhard Scholz. Die online-Petition „Rettet die Bäder“ bekam mehr als 120.000 Unterschriften. Das Land brauche 13 Milliarden Euro, um neue Hallenbäder zu bauen. Denn: „Schwimmen ist wichtig und lebenserhaltend!“

Am gleichen Tag wie die Preisverleihung der Ortsgruppe Ludwigshafen war die DLRG als Sachverständige zur 40. Sitzung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag geladen. ps

Weitere Informationen:
Mehr Informationen online unter www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/rettet-die-baeder/

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl

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