Neuer Tagesaufenthalt für wohnungslose Frauen in Ludwigshafen
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Ludwigshafen. In Friesenheim gibt es seit Anfang Juni einen Tagesaufenthalt nur für wohnungslose Frauen. Das neue Angebot soll eine Lücke in der Hilfe schließen und betroffenen Frauen einen geschützten Ort für Beratung, Ruhe und Grundversorgung bieten.
Das Evangelische Diakoniewerk Zoar betreibt den Tagesaufenthalt im Café MittenDrin in der Schuckertstraße 37. Wie die Stadt Ludwigshafen mitteilt, haben die Fachkräfte dort bereits die ersten Frauen beraten. Das Café gehört zum Zoar-Haus Wohnen am Ebertpark.
Die Zielgruppe sind wohnungslose Frauen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Ludwigshafen. Der Tagesaufenthalt richtet sich auch an Frauen in verdeckter Wohnungslosigkeit. Gemeint sind Frauen, die keine eigene Wohnung haben und zeitweise bei Bekannten oder Verwandten unterkommen.
Der Tagesaufenthalt bietet einen Rückzugs- und Ruhebereich, einen Beratungsraum sowie die Möglichkeit zu duschen und Wäsche zu waschen. Dazu kommen eine kostenlose Mahlzeit und ein Internetzugang.
Geöffnet ist das Angebot montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr. Zoar hat nach der Eröffnung zunächst mit Flyern in Frauenarztpraxen auf das neue Angebot aufmerksam gemacht. Weitere Öffentlichkeitsarbeit soll folgen.
Sozialdezernent David Guthier, Anja Seepe, Leiterin Eingliederungs- und Jugendhilfe Kaiserslautern-Kusel-Vorderpfalz bei Zoar, und Hans Michael Eberle, Bereichsleiter Teilhabe, Pflege und Senioren der Stadt Ludwigshafen, stellten das Angebot am Donnerstag, 3. September, in einem Pressegespräch vor. Die beiden Fachkräfte im Tagesaufenthalt sollen die Frauen stabilisieren und in weiterführende Hilfen vermitteln. Laut Stadt basiert das Angebot auf Leistungen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach dem Sozialgesetzbuch.
Die Stadt Ludwigshafen finanziert den Tagesaufenthalt über diese Hilfen. Zoar und die Stadt haben dafür eine Vereinbarung geschlossen, in der Umfang, Art und Qualität der Leistung festgelegt sind. Das Angebot soll weiterentwickelt werden. Geplant sind laut Zoar bereits gemeinsame Essen, eventuell auch Freizeitangebote und Gesprächsrunden. Die Beteiligten wollen den Tagesaufenthalt evaluieren und bei Bedarf anpassen.
„Ich möchte mich ausdrücklich bei Sozialdezernent David Guthier bedanken, der gemeinsam mit der Verwaltung daran gearbeitet hat, diese Versorgungslücke zu schließen und aus dem erkannten Bedarf ein konkretes Angebot zu entwickeln“, so Julia May (SPD). „Es ist gut, dass die Stadt hier Verantwortung übernimmt und gemeinsam mit dem Diakoniewerk Zoar eine passgenaue Hilfe auf den Weg gebracht hat.“ jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |