Neue Hauptradrouten sollen Pendler vom Umland in die Stadt bringen
- Die neue Pendlerradroute nach Mannheim: Der Abschnitt um die Kreuzung ist fertig.
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Ludwigshafen. Neue Radrouten sollen es für Pendler künftig attraktiver machen, aus dem Kreis und Rheinhessen mit dem Rad oder E-Bike die Nachbarstädte Mannheim/Ludwigshafen zu erreichen.
Von Julia Glöckner
Fuß- und Radwege werden bequemer befahrbar und attraktiver. Dafür wird bis Spätsommer ein Fuß- und Radverkehrskonzept erarbeitet. In vielen Städten zeichnet sich inzwischen ein Umdenken ab, so auch in Ludwigshafen, wo der Anteil der Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, seit Jahren steigt. Wer bereits auf das Fahrrad umgestiegen ist, kann nur schwer nachvollziehen, warum Pendler abends auf Mannheimer Seite und vor dem verstopften Brückenkopf oft eine Stunde im Stau stehen.
- Radroutenplan 2022: Das Radverkehrskonzept, das gerade bearbeitet wird, fußt auf diesem Plan. Änderungen sind etwa Ergänzungen zum Lückenschluss einzelner Routen und die Idee der Umweltverbundbrücke.
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Abschnitt unter Hochstraße wächst bis 2027
Die neue Radroute, die die City direkt an den Hauptbahnhof anbindet, führt teils unter der Hochstraße Süd, teils auch neben der neuen Trasse entlang. Der Radweg führt über die neue Bleichstraßenkurve direkt nach Mannheim.
Am Hauptbahnhof führt er weiter unter der Unterführung hindurch nach LU-Süd. Dort verläuft die Hauptradroute weiterentlang der Schienen bis zum Mundenheimer Bahnhof und dann durch die Autounterführung, in der 1,85 Meter breite Radfahrstreifen angelegt werden sollen. Vom Bahnhof Mundenheim geht es immer entlang der Gleise durchs Gewerbegebiet bis Mundenheim Ortsende nach Limburgerhof und Schifferstadt.
Der Abschnitt unter der Hochstraße, der mit dem Hochstraßenprojekt schon beschlossen ist, wird eine Breite von 4 Metern haben. Für Pendlerradrouten schreibt der Bund dagegen eine Breite von 3 Metern vor. Nicht die gesamte Route wird neu ausgebaut, ein großes Stück, am Eisenbahnersportverein vorbei bis Mundenheim Ortsende, ist als Nebenradroute längst befahrbar. Die Oskar-Vongerichten-Straße wird zur Radstraße.
- Der neue Radweg unter und neben der Hochstraße Süd
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Umweltverbundbrücke
„Nach verworfenen Ideen aus dem vergangenen Konzept sollte ein Radweg durch den alten Posttunnel das Netz im Westen mit dem der Innenstadt verbinden. Durch den Tunnel fand früher die Post den Weg zu den Zügen“, erklärt Dieter Netter. „Durch den Tunnel hätte man auf kurzem Weg die Gleise unterirdisch queren können. Diskussionen um den Posttunnel kamen allerdings zu keinem Ergebnis und wurden verworfen. Dort hätten Angsträume entstehen können, und der Tunnel hätte nicht die nötige Breite für einen 2-spurigen Radweg gehabt.“
Bessere Alternative soll die Umweltverbundbrücke sein. Die Brückesoll über die Gleise südlich des Bahnhofs gebaut werden. Sie wird Radrouten der City und im Westen der Stadt besser verbinden, um Pendler auf die großen Pendlerradrouten nach Westen, Norden und Süden zu bringen. Auch für Studenten der Hochschule soll die Brücke eine wichtige Verbindung herstellen.
„Die Pläne für die Brücke, an der auch die DB bereits Interesse signalisierte, wurden bereits unter Steinruck wegen begrenzter Mittel zurückgestellt“, sagt Dieter Netter. „Ob vor 2030 noch konkrete Pläne folgen und ob sie genauso kommt wie gedacht, ist bislang unklar.“
Derzeit diskutieren Stadt, Radverbände und Aktive über die Pendlerradroute Nord, die vom Rhein über Berliner- und Heinigstraße führt und die Helmut-Kohl-Allee quert. Danach soll die Route durch die Gräfenaustraße und die Seiler- bzw. die Blücher- sowie der Leuschnerstraße zum Rutenplatz verlaufen und dann auf den Radweg entlang der BASF nach Worms führen. In Oppau soll die Radroute in den Ostring Richtung Frankenthal geführt werden. Den Ostring soll auch die Pfalztram durchfahren. „Diskutiert wird, wie genau im Ostring der Pendlerradweg und die Straßenbahntrasse geführt werden sollen.“, so Netter.
Radroute West
Die großen Radrouten und verbesserten Radwege, die die alte Radkarte aus dem Jahr 2022 bereits ausweist, sind derzeit mit dem Radverkehrskonzept in der Feinabstimmung. Das Rad- und Fußverkehrskonzept soll noch im Spätsommer oder Herbst fertig werden. Ein externes Planungsbüro aus Düsseldorf wurde mit der Ausarbeitung beauftragt. Noch bis Jahresende soll es durch die städtischen Gremien. Nach Beschluss werden Mittel zur Umsetzung für Pendlerradrouten durch das Land bereitstehen.
Radstädte und die Menschen dort werden auch regionalwirtschaftlich profitieren, nach Ergebnissen einer Studie der TU München. Durch die heutigen Autostädte entsteht demnach ein hoher volkswirtschaftlicher Nachteil. Schadstoffe, Lärm, Stress, Hitze und Bewegungsmangel können die Städter krank machen. Zudem sind Radstädte mit Blick auf die Zukunft ein Wirtschaftsfaktor. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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