Die neuen Corona-Regeln für Fest und Jahreswechsel
Es wird anders als sonst

Weihnachten wird stiller als sonst - die große Familienfeier bleibt weiterhin tabu. | Foto: Pixabay
  • Weihnachten wird stiller als sonst - die große Familienfeier bleibt weiterhin tabu.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Jessica Bader

Coronavirus. Es hat nicht gereicht – so der wenig erfreuliche Rückblick auf die letzten Wochen, seit die Corona-Maßnahmen verschärft wurden. Daher haben sich die Regierungschefs in der digitalen Bund-Länder-Runde auf noch strengere Corona-Regeln geeinigt, die nun von den Länderregierungen in Verordnungen umgesetzt werden. Sie gelten zunächst bis zum 20. Dezember. Doch noch vor Weihnachten wollen sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bei einem weiteren Online-Treffen darüber verständigen, wie eine mittelfristige Anschlusslösung aussehen soll. Die ARAG Experten geben einen Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Weihnachten und Silvester

Die wohl einschneidendsten Änderungen kommen zu den Festtagen und zum Jahreswechsel auf uns zu. So wird die Kontaktbeschränkung zwar zu Weihnachten etwas gelockert, doch die große Familienfeier bleibt tabu. Zu den Festtagen gilt eine erweiterte Obergrenze von zehn Personen – auch aus mehr als zwei Haushalten. Kinder bis 14 Jahren zählen nicht dazu. Diese Kontaktbeschränkung gilt vom 23. Dezember bis 1. Januar 2021. Vor Familientreffen an den Feiertagen rät die Bundesregierung dazu, sich nach Möglichkeit in eine Selbstquarantäne – Pardon: „Schutzwoche“ – zu begeben, bis sicher ist, dass es keine Krankheitssymptome gibt.
Auch der Jahreswechsel wird stiller als sonst. Denn Feuerwerke auf belebten Plätzen und Straßen werden verboten. Wo genau das Verbot gilt, regeln die Kommunen selbst. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Einsatz- und Hilfskräfte durch die typischen Pyro-Unfälle zu Silvester zusätzlich belastet und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freigehalten werden. Im Übrigen empfiehlt die Bund-Länder-Runde, generell auf Böllern zu verzichten.

Neue Hot-Spot-Regel

Bis zum 20. Dezember gelten die verschärften Regeln. Sollten die Zahlen bis dahin nicht signifikant gesunken sein, werden die Maßnahmen um jeweils 14 Tage verlängert. An Hot-Spots mit diffusem Infektionsgeschehen und mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner, können weitere Maßnahmen, wie etwa Ausgangsbeschränkungen oder Schulschließungen, verhängt werden. Die konkrete Ausgestaltung bleibt Sache der Bundesländer beziehungsweise Landkreise. Bei einem Inzidenzwert von 50 und sinkender Tendenz können die Länder hingegen eigenständig Lockerungen beschließen.

Härtere Kontaktbeschränkungen

Die Festtage ausgenommen, sind private Treffen mit Freunden oder innerhalb der Familie ab dem 1. Dezember auf den eigenen und einen weiteren Haushalt und auf maximal fünf Personen begrenzt. Kinder bis 14 Jahren zählen nach Auskunft der ARAG Experten nicht dazu.

Appell an Arbeitgeber

Um den bundesweiten Grundsatz „Stay at home“ umzusetzen, werden Arbeitgeber gebeten, noch einmal die Möglichkeiten von Homeoffice-Lösungen zu prüfen. So sollen möglichst viele Betriebe vom 21. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021 schließen. Darüber hinaus gab es auch einen Appell, in Arbeits- und Betriebsstätten darauf zu achten, dass – wenn der erforderliche Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann – Maskenpflicht und Hygieneregeln eingehalten werden.

Änderung an Schulen

Am Freitag, 18. Dezember, ist bereits der letzte Schultag in diesem chaotischen Corona-Jahr. Vorgezogene Weihnachtsferien – wenn das kein Geschenk ist. Der Appell an alle Schüler: Die freien Tage vor dem Fest sollten möglichst zurückgezogen verbracht werden, um das Ansteckungsrisiko bis zu den Feiertagen auf ein Minimum zu reduzieren und dann mit einem etwas erweiterten Familien- oder Freundeskreis Weihnachten zu genießen.
In Corona-Hot-Spots mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt für alle Jahrgänge schon ab der siebten Klasse eine Maskenpflicht im Unterricht. An Schulen ohne Infektionsgeschehen kann diese ausgesetzt werden. Auch in den jüngeren Jahrgängen kann eine Maskenpflicht eingeführt werden. Ab einem Inzidenzwert von 200 müssen die Schulen Gegenmaßnahmen ergreifen. Abschlussklassen sollen davon ausgenommen sein.
Zudem soll ab der achten Klasse hybrid – also im Wechsel zwischen digital und analog – unterrichtet werden, die Entscheidung liegt bei den jeweiligen Einrichtungen. Dabei wird die Hälfte der Schulklasse von zu Hause aus per Video zum Unterricht hinzugeschaltet. Im wochenweisen Wechsel tauschen beide Klassengruppen.
Neu ist nach Auskunft der ARAG Experten die Anwendung einer Teststrategie, die vorsieht, im Falle einer Infektion die ganze Klasse für fünf Tage in Quarantäne zu schicken. Die Kontaktgruppe wird dabei vom Gesundheitsamt definiert. Danach erfolgt ein Antigen-Test bei allen Betroffenen. Fällt dieser negativ aus, können die Schüler wieder in den Präsenzunterricht. Positiv getestete Schüler werden nach drei Tagen nochmals getestet. Dafür sollen zusätzliche Test-Kapazitäten vom Bund zur Verfügung gestellt werden.

Weihnachts-Shopping mit Geduld

Für Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt wie bisher: Es darf sich ein Kunde pro zehn Quadratmeter darin aufhalten. Bei größeren Geschäften gibt es nun aber Einschränkungen: Auf die zusätzliche Verkaufsfläche darf nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter zur selben Zeit eingelassen werden. Dadurch werden sich die Warteschlangen vor den größeren Geschäften vermutlich noch weiter in die Länge ziehen. Hier gilt: Schlangestehen nur mit Maske. Die Maskenpflicht gilt künftig zudem auch schon auf den Parkplätzen der Läden.

Keine Skiferien?

Es ist ein Appell, aber der ist eindringlich: Auf Skiurlaube soll verzichtet werden. Die Bundesregierung will nun auf europäischer Ebene darauf hinwirken, dass Skitourismus erst ab dem 10. Januar wieder zugelassen wird. Entsprechende Gespräche werden nun mit den betroffenen Ländern geführt. ps

Weitere Informationen:

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.arag.de/coronavirus/was-ist-noch-wichtig

RatgeberAnzeige

Kieser in Mannheim - für starke Muskeln und Ihre Gesundheit

Kieser Mannheim bedeutet mehr als Fitness: Mit Kieser stärken Sie gezielt Ihre Muskeln und fördern Ihre Gesundheit, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit. Sie begleiten uns jeden Tag durchs Leben und sind weit mehr als nur für Bewegung zuständig: Unsere Muskeln beeinflussen Gesundheit, Haltung, Belastbarkeit und Wohlbefinden. Wer seine Muskulatur gezielt stärkt, schafft eine wichtige Grundlage für mehr Leistungsfähigkeit und einen aktiven Alltag. Unsere Muskeln bewegen uns und tragen uns durch...

Wirtschaft & HandelAnzeige
K&K Fleischhandel in Ludwigshafen steht seit 30 Jahren für Qualität, Tradition und ein vielseitiges Sortiment aus Fleisch, Wurst, Feinkost und Fisch. | Foto: K&K Fleischhandel
2 Bilder

Metzger Ludwigshafen: K&K Fleischhandel steht für 30 Jahre Qualität und Tradition

Metzger Ludwigshafen: Die Metzgerei K&K Fleischhandel steht seit 30 Jahren für Qualität, frische Wurst, hochwertiges Fleisch und persönlichen Service. Die K&K Fleischhandel GmbH in Ludwigshafen feiert im Jahr 2026 ihr 30-jähriges Bestehen. Das Unternehmen steht seit drei Jahrzehnten für Qualität, Verlässlichkeit und persönlichen Service im Bereich Fleischhandel, Wurstwaren und Feinkost. Gegründet wurde K&K von Frank Kühner und Heiko Klawonn. Was einst in Ludwigshafen-Friesenheim begann,...

Wirtschaft & HandelAnzeige
Pflegefachkraft Rockenhausen: Das Evangelische Diakoniewerk Zoar steht für professionelle Betreuung, Teamgeist und berufliche Entwicklung. | Foto: Evangelisches Diakoniewerk Zoar, KI-generiert
2 Bilder

Pflegefachkraft Rockenhausen: Zoar bietet Perspektiven

Pflegefachkraft Rockenhausen. Das Evangelische Diakoniewerk Zoar überzeugt als Arbeitgeber mit gewachsenem Profil und klarer sozialer Haltung.  Rockenhausen. Das Evangelische Diakoniewerk Zoar ist mit 16 Standorten in der Pfalz und in Rheinhessen vertreten, in der Pfalz mit Einrichtungen zwischen Rockenhausen über Kusel und Kaiserslautern bis nach Ludwigshafen. 1.600 Mitarbeitende sind bei dem Unternehmen beschäftigt. In der Pflege, in der Assistenz und in der Betreuung bietet Zoar damit nicht...

Wirtschaft & HandelAnzeige
Bachelor Mannheim: Die VWA Rhein-Neckar verbindet Fachwirt, Betriebswirt (VWA) und Bachelor in einem berufsbegleitenden Studienmodell mit staatlichem Hochschulabschluss. | Foto: VWA Rhein-Neckar e.V.
2 Bilder

Bachelor Mannheim: VWA Rhein-Neckar bietet stufenweisen Weg zum Hochschulabschluss

Bachelor Mannheim: Das berufsbegleitende Studienmodell an der  VWA Rhein-Neckar verbindet Fachwirt, Betriebswirt (VWA) und Bachelor – mit überschaubaren Etappen, transparenten Gebühren und Abschlüssen staatlicher Hochschulen. Am besten gleich die detaillierten Infos dazu lesen. Und sich noch bis 27. August 2026 anmelden. Künstliche Intelligenz verändert den Bewerbungsprozess auf beiden Seiten: Bewerberinnen und Bewerber können in kurzer Zeit deutlich mehr Bewerbungen erstellen und versenden....

Autor:

Jessica Bader aus Mannheim

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Online-Prospekte aus Ludwigshafen und Umgebung



Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.