BASF stoppt Wohnungsverkauf: OB Blettner fordert Stabilität für Mieter
- Die Wohnblöcke an der Froschlache gehören zu den BASF-Wohnungen, die zum Verkauf standen.
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Ludwigshafen. Die BASF setzt das Verfahren für den angekündigten Verkauf ihrer Wohnungen in Ludwigshafen aus. Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner sieht darin vor allem für die Mieterinnen und Mieter eine wichtige Entlastung nach einer langen Phase der Unsicherheit.
Blettner erklärt, er sei fürs Erste erleichtert über die Entscheidung. Nun brauche es Perspektiven und Stabilität. Er betont außerdem, dass die industrielle Transformation in Deutschland eine große Herausforderung für Unternehmen wie die BASF sei, aber auch für Mitarbeitende und die Stadt.
Rund 3.300 Wohnungen standen vor Verkauf
Nach Angaben des Oberbürgermeisters hätte am Ende des von der BASF beabsichtigten Abstoßes der Wohnungen der Verkauf von rund 3.300 werkseigenen Wohnungen in Ludwigshafen stehen können. In kurzer Zeit gründete sich ein Konsortium, damit sich Ludwigshafen mit einem Angebot am Bieterverfahren beteiligen konnte. Dieses Angebot sollte wirtschaftliche Tragfähigkeit mit einem klaren sozialen Anspruch verbinden.
Die Stadt verfolgte laut Blettner stets das Ziel, dass die Wohnungen dauerhaft in verantwortungsvolle Hände kommen. Das solle sowohl den Mieterinnen und Mietern als auch einem stabilen Wohnungsmarkt in Ludwigshafen dienen.
Blettner bedankt sich bei der GAG Ludwigshafen, der VR Bank Rhein-Neckar und der Sparkasse Vorderpfalz für das gemeinsame Vorgehen. Außerdem dankt er den politischen Gremien für deren Unterstützung. "Gemeinsam haben wir deutlich gemacht, wofür wir stehen: für Verlässlichkeit und soziale Verantwortung. Das war und ist ein klares und auch notwendiges Zeichen politischer Geschlossenheit", so der OB. Einigen konnten sich BASF und Stadt jedoch im Frühjahr nicht mit Blick auf das Paket aus 3.300 Wohnungen. 1.100 sollten an Einzelkäufer gehen.
Der Oberbürgermeister erwartet nun, dass zunächst Ruhe einkehrt. Er fordert zudem, dass die BASF ihre weiteren Überlegungen, auch mit Blick auf die angekündigte Beobachtung der Entwicklungen auf dem Kapital- und Immobilienmarkt, sozial verantwortlich verfolgt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, versteht Blettner die Entscheidung der BASF als positives Signal. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |