Abendkontrollen gegen Müllsünder: 9 Personen in Süd und Mitte erwischt
- Illegale Müllablagerungen können teuer werden. Der Abfallvollzugsdienst kontrolliert dafür auch abends.
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Ludwigshafen. Wer seinen Müll nachts schnell „loswerden“ will, riskiert derzeit besonders schnell ein Verfahren. Der städtische Abfallvollzugsdienst hat in den vergangenen zwei Wochen bei gezielten Abendkontrollen mehrere Personen beim illegalen Entsorgen ertappt.
An einem bekannten Schwerpunkt im Stadtteil Süd stellte das Team vier verschiedene Personen auf frischer Tat fest. Im Stadtteil Mitte erwischte der Abfallvollzugsdienst an einem beobachteten Hotspot fünf Verursachende illegaler Abfallablagerungen. In allen Fällen leitete die Verwaltung Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die Betroffenen müssen mit hohen Bußgeldern rechnen.
Illegale Abfallablagerungen gelten als Ordnungswidrigkeit und können laut Stadtverwaltung mit empfindlichen Geldbußen enden. Für das illegale Ablagern von Hausmüll nennt die Verwaltung Bußgelder bis zu 800 Euro. Für Sperrabfall kann es bis zu 2.500 Euro kosten. Bei Altreifen nennt die Stadt bis zu 3.000 Euro.
Die endgültige Höhe setzt die untere Abfallbehörde im jeweiligen Verfahren fest. Sie orientiert sich am Einzelfall. Die Stadt weist darauf hin, dass Bußgelder auch höher ausfallen können. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz lässt je nach Fall insgesamt Bußgelder bis zu 10.000 Euro beziehungsweise 100.000 Euro zu.
Die abendlichen Kontrollen führt der Abfallvollzugsdienst nach Angaben der Stadt regelmäßig durch. Sie laufen außerdem im Rahmen verstärkter Überwachungsmaßnahmen. Parallel dazu gibt es weiterhin die üblichen, täglich stattfindenden Ermittlungs- und Kontrolltätigkeiten. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |