Vortrag im Maudacher Bruch
Vom Garten zum Lebensraum: Warum ein bisschen Wildnis gut tut
- Die ORBEA-Station im Maudacher Bruch – mitten im Natur- und Erholungsgebiet von Ludwigshafen – ist Schauplatz der Vortragsreihe „Natur – er-leben und schützen“. Hier findet auch der Vortrag „Vom Garten zum Lebensraum“ statt, der zeigt, wie naturnahe Gestaltung im eigenen Garten oder auf dem Balkon aktiv zum Schutz der Artenvielfalt beitragen kann.
- Foto: Foto: ORBEA
- hochgeladen von Klaus-Peter Rieser
Wie wird aus einem ordentlich gepflegten Garten ein lebendiger Lebensraum voller Summen, Rascheln und Flattern? Ein Vortrag der ORBEA im Maudacher Bruch zeigt, wie schon kleine Veränderungen große Wirkung für die Natur haben können – direkt vor der eigenen Haustür.
Ein Garten kann vieles sein: Rückzugsort, Spielplatz, Oase – oder ein echter Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wie das geht, zeigt der Vortrag „Vom Garten zum Lebensraum“ am Sonntag, 12. April, in der ORBEA-Station im Maudacher Bruch.
Denn das, was wir häufig für „Ordnung“ halten – kurzgeschorener Rasen, ordentlich geharkte Beete, Kiesflächen – ist für viele Tiere ein Problem. Was schön aufgeräumt wirkt, bietet Insekten, Vögeln und Kleinsäugern kaum Lebensraum. Dabei braucht es oft gar nicht viel, um den eigenen Garten oder Balkon in eine kleine Naturoase zu verwandeln.
„Wir müssen nicht den Dschungel pflanzen – ein paar wilde Ecken reichen schon völlig aus“, sagt Kathrin Barsnick, ehrenamtliche stv. Leiterin der ORBEA. „Jeder Quadratmeter, der wieder blühen darf, macht einen Unterschied.“ Bei ihrem Vortrag zeigt die Naturschützerin und Referentin, wie man mit einfachen Maßnahmen Vielfalt zurückholt: heimische Stauden, Totholz als Versteck, eine Ecke fürs Laub, Blühinseln statt Monokultur – und warum sogar ein Balkon wertvoller sein kann als ein pflegeintensiver Garten.
Neben praktischen Tipps gibt es Einblicke in die faszinierende Welt der kleinen Mitbewohner, die wir oft übersehen: Wildbienen, Schmetterlinge, Igel und Fledermäuse. Und natürlich darf der Blick auf größere Zusammenhänge nicht fehlen – denn jeder naturnahe Garten ist ein Baustein für mehr ökologische Stabilität.
Wer Lust hat, sich inspirieren zu lassen oder einfach neugierig ist, wie man mit wenig Aufwand Gutes tun kann, ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist wie immer frei – und ein bisschen Neugier auf wilde Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht.
Autor:Klaus-Peter Rieser aus Ludwigshafen |
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