Offenlage des Rahmenplans City West: Mehr Grün, Wohnen, nachhaltige Mobilität

Das neue Quartier verbindet Mitte und Nord und reicht vom Rhein im Osten bis zum Hauptbahnhof im Westen. | Foto: Stadt Ludwigshafen
  • Das neue Quartier verbindet Mitte und Nord und reicht vom Rhein im Osten bis zum Hauptbahnhof im Westen.
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Ludwigshafen. In den nächsten Wochen wird der Rahmenplan für die City West Ausschüsse, Ortsbeiräte und Rat passieren. Danach beginnt die sogenannte Offenlage für Bürger*innen. Sie können sich erneut mit Tipps beteiligen, die in einem endgültigen Rahmenplan bis Herbst einfließen.

Von Julia Glöckner

Der Rahmenplan fasst strategische Ideen sowie planerische Ziele und Lösungen für die Zukunftsquartiere zusammen, die vor allem generationenübergreifend und nachhaltig entwickelt werden sollen. Insgesamt geht es um 40 Hektar. In Plan werden wirtschaftliche sowie resiliente Ziele, besseres Starkregenmanagement oder Stadtklima also, sowie soziale Ziele zusammenführt. Gleichzeitig werden unterschiedliche Interessen berücksichtigt. So soll ein Gesamtbild entstehen, das jedoch Flexibilität für die Ausarbeitung zulässt. 

Gleichzeitig nutzt die Verwaltung den Rahmenplan zur Stadtreparatur. Problemflächen wie Brachen, Unterführungen oder verwaiste Plätze werden festgestellt. Der Plan zielt auf neue Ideen, wie diese sich im Sinne der Stadtgesellschaft und einer positiven Entwicklung der Stadt umnutzen und umgestalten lassen. Der Rahmenplan muss noch in konkretere städtebauliche Lösungen übersetzt werden, die dann verbindliches Baurecht werden, meist in Form von Bebauungsplänen. Dies erfolgt oft nicht ein zu eins.

"Ludwigshafen hat eine einmalige Chance: Gemeinsam können wir echte Impulse des Aufbruchs setzen und uns zugleich auf unsere Wurzeln, unsere Identität und unsere Stärke besinnen“, sagt OB Blettner. „Quartiere, die bisher durch Brückenbauten und dunkle Räume voneinander getrennt waren, werden verbunden. Die Planung zielt auf Aufenthaltsqualität, wo wir sie bisher vermisst haben – beispielsweise rund um den Danziger Platz oder dem Hauptbahnhof.“ Es entstehen neue Quartiere für Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Freizeit. Dies soll auch der Innenstadt ein neues Gesicht geben, so Blettner. Es sei jetzt in den Händen von Verwaltung, Bürger, Unternehmen und der Zivilgesellschaft, die Weichen dafür zu stellen, im Dialog miteinander. Der Rahmenplan sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Endergebnis.

Baudezernent Thewalt ergänzte: "Mit der Vergrößerung des Friedensparks schaffen wir nicht nur eine grüne Verbindung zwischen Hauptbahnhof und den nördlichen Stadtteilen, sondern verbessern auch das Stadtklima nachhaltig im Kampf gegen Hitze. Das Umsteigen vom Auto auf das Rad oder den ÖPNV wird durch zentrale Abstellmöglichkeiten spürbar leichter, Fußgängerinnen und Fußgänger finden gute und sichere Verbindungen vor."

Fünf Quartier, verschiedene Entwicklungsziele

Im Osten des zu entwickelnden Areals ist eine neue Schule geplant. Die neue S-Bahnhaltestelle, welche die dunkle, unterirdische Haltestelle Rathaus-Center ersetzt, liegt neben dem Rheincenters. Sie wird weiterhin Mobilitätsknotenpunkt sein. Südlich der Kohl-Allee liegt das Quartier rund um die Benckiser-Villa. Hier entsteht ein Mix aus Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung. Einer von mehreren sogenannten Mobility Hubs mit Sportnutzungen zwischen Heinigstraße und neuer Helmut-Kohl-Allee schafft eine weitere Verbindung zwischen City und Friedenspark. Dieser soll laut Rahmenplanung so erweitert werden, dass er aus allen Richtungen leicht zugänglich ist. Er bietet künftig Raum für Erholung, Sport und Begegnungen. Vor allem neuer Wohnraum ist in dem Quartier vorgesehen, das westlich der Bahngleise entlang der Deutschen Straße entsteht. Grünzüge in diesem Bereich sollen miteinander verbunden werden; vorgesehen sind eine Kita sowie eine sichere Hauptradroute. Ein wichtiges Augenmerk legt die Planung auf den Bahnhofsvorplatz. Dieser und sein Umfeld sollen städtebaulich neu geordnet und aufgewertet werden.

Die Verwaltung plant, den Rahmenplan bei der Messe ExpoReal zu präsentieren und dort Investoren anzusprechen. Innerstädtische, zentrale Flächen sind in der Regel sehr interessant für Investoren. Im Rahmen eines Werkstattverfahrens erarbeitete des Büro Adept den Rahmenplan als städtebauliches Entwicklungskonzepts. Darauf aufbauend prüften Adept, Fachbereiche der Verwaltung sowie LCE die Machbarkeit.

Zu weiteren Schritten der endgültigen Ausarbeitung wird die Offenlage gehören, die der Qualitätssicherung sowie Transparenz und Dialog gilt. Die Stadtverwaltung bittet nun im Juni die Gremien darum, diese Pläne offenlegen zu dürfen. Zusätzlich möchte die Verwaltung die Planungen am 27. Juni beim großen Info-Markt rund um die Helmut-Kohl-Allee, die Hochstraßen und die Zukunftsquartiere in der Rhein-Galerie vorstellen. Die eigentliche Offenlage erfolgt danach in den Monaten Juli und August. Über die genauen Daten wird die Stadtverwaltung noch informieren. Alle Hinweise der Bürger werden dokumentiert, fachlich geprüft und in die weitere Ausarbeitung des Rahmenplans eingehen. jg/red

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Autor:

Julia Glöckner aus Ludwigshafen

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